Rust/Freiburg

Tod einer Artistin aus dem Europa-Park kommt doch vor Gericht

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red/ba
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12. Februar 2020
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Einsatzkräfte der Soko "Altrhein" such im Mai 2019 nach weiteren Beweismitteln beim Fundort der Leiche. ©Archivfoto: Benedikt Spether

Nach dem Tod einer 33-jährigen Artistin aus dem Europa-Park im Mai 2019 muss sich der Ex-Freund der Frau nun doch vor Gericht verantworten. Zunächst sollte ihm aus Mangel an Beweisen nicht der Prozess gemacht werden.

Der Ex-Freund der am 18. Mai 2019 bei Rust tot im Altrhein entdeckten 33-jährigen ukrainischen Artistin aus dem Europa-Park muss sich nun doch vor Gericht verantworten. Wie das Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG) am Mittwoch mitteilte, wird dem 31-Jährigen vorsätzliche Tötung vorgeworfen.

Noch im Oktober kam der Mann aus der Untersuchungshaft. Damals hieß es, dem 31-Jährigen könne aus Mangel an belastbaren Beweisen nicht der Prozess gemacht werden. Das Freiburger Schwurgericht entschied, den Tatverdächtigen auf freien Fuß zu setzen. Das OLG hat nun aber der Beschwerde der Staatsanwaltschaft und der als Nebenkläger auftretenden Eltern der Toten stattgegeben, heißt es in der Mitteilung von Mittwoch.

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Verdacht soll vor Gericht geklärt werden

Woran die Frau gestorben ist, habe die Obduktion des bereits teilweise verwesten Leichnams nicht klären können. Hinweise auf einen Unfalltod hätten sich aber nicht ergeben, stattdessen werde von Fremdverschulden ausgegangen. Viele Indizien – vor allem Spuren in einem Wohnwagen im Europa-Park und am Leichnam sowie Beobachtungen von Zeugen – sprechen laut OLG dafür, dass der Ex-Freund die Frau getötet und anschließend ihre Leiche verpackt und in den Altrhein geworfen habe. Daher müsse der Tötungsverdacht gegen den 31-Jährigen vor dem Landgericht Freiburg geklärt werden.

Der Mann bleibt allerdings auf freiem Fuß, da der Verdachtsgrad für eine erneute Verhaftung nicht ausreicht, teilt das OLG abschließend mit. Demnach gilt der Mann nicht als „dringend tatverdächtig“.

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