Offenburg

Vermisster nach Großeinsatz leblos aus dem Gifiz-See geborgen

Jonathan Janz
Lesezeit 3 Minuten
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05. August 2022
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Am Gifiz-See wird am Freitagvormittag ein vermisster Schwimmer gesucht. Im Hintergrund das Sonar-Boote des DLRG. 

Am Gifiz-See wird am Freitagvormittag ein vermisster Schwimmer gesucht. Im Hintergrund das Sonar-Boote der DLRG.  ©Matthias Heidinger

Mit zwei Hubschraubern sind Rettungskräfte am Freitagvormittag in Offenburg im Großeinsatz. Gegen 7.30 Uhr wurde der Polizei ein Mann gemeldet, der im Gifiz schwimmen gegangen sein soll. Inzwischen wurde der 24-Jährige tot geborgen. 

Ein 24-jähriger dunkelhäutiger Mann soll am Freitagmorgen im Offenubrger Gifiz-See schwimmen gegangen sein und ist seitdem nicht mehr aufgetaucht. Zuvor soll er die Nacht mit einem Freund in einem Zelt am Wasser verbracht haben. Während der Freund am Freitagmorgen noch schlief, sei der Vermisste ins Wasser gegangen. Auch umliegende Badegäste hätten dieses Szenario beobachtet, sagte Feuerwehr-Einsatzleiter Markus Pehlke. Als der Freund schließlich aufwachte, habe er den 24-Jährige nicht ausfindig machen können und sei zunächst davon ausgegangen, dass der Vermisste eventuell bereits nach Hause gefahren sei. Jedoch habe er Portemonnaie, Handy und Fahrrad des Freundes am Ufer gefunden. Eine Frau habe beobachtet, wie der Begleiter den Uferbereich absuchte und daraufhin den Notruf kontaktiert. 

In der Folge sei die gesamte Wasserrettung um DLRG, Wasserwacht, Feuerwehr, Notarzt und Polizei ausgerückt. Für einen besseren Überblick habe außerdem ein Rettungshelikopter den See abgeflogen. Kurz darauf sei auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz gewesen, um den See zusätzlich mit einer Wärmebildkamera zu scannen. Mittlerweile sind die Helikopter wieder am Boden, damit die DLRG den See befahren könne.

Bei dem Vermissten handele es sich laut Feuerwehr um einen 24-jährigen, dunkelhäutigen Mann mit Schwimmkentnissen. Zuvor habe eine Zeugin beobachtet, wie der Mann bereits im Wasser schwamm und wieder rausgekommen sei. Aktuell sei aber unklar, ob der Mann erneut ins Wasser ging oder den See verließ. Die Polizei suche nun den aktuellen Aufenthaltsort des 24-Jährigen zu ermitteln, jedoch sei eine Telefonortung nicht möglich, weil er sein Mobiltelefon am See ließ. 

Fundpunkt ausgemacht

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Nach Angaben der Feuerwehr werde die Stelle am See, wo der Mann mutmaßlich ins Wasser ging, nicht als gefährlich oder besonders tief eingeschätzt. Der See habe eine Durschnitts-Tiefe von ungefähr zwölf Metern, das von der DLRG verwendete Sonar habe eine Eindringtiefe von circa 30 Metern. "Ist der Mann im See müssten die Kollegen den Mann beim Abfahren mit dem Sonar finden", sagte der Einsatzleiter. Das Sonar sei nun die letzte Möglichkeit den Mann zu finden, vorher sei es sinnlos, die Taucher ins Wasser zu schicken. Inzwischen habe das Sonar einen eventuellen Fundpunkt ausgemacht. Der von den Tauchern kontrollierte Bereich sei jedoch ergebnislos verlaufen. Die Fahrt mit dem Sonar werde nun fortgesetzt. Für die Taucher gestalte sich die Suche durch die eingeschränkte Sicht im Wasser sehr schwer. „Sie müssen sich von Meter zu Meter vor tasten“, so Pehlke. 

Auf Nachfrage von Hit-Radio Ohr bestätigte die Polizei, dass der Vermisste nun tot aufgefunden wurde. Nach mehreren Stunden konnte der junge Mann durch Taucher leblos aus dem Gifiz-See geborgen werden, heißt es vonseiten der Behörden. Zu Klärung der Hintergründe, die zu dem Badeunfall führten, haben die Beamten der Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

 

 

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