Ortenau

Wettkampf der besten Müllergesellen in Niederschopfheim

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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21. November 2016

Die besten Müllergesellen (von links): David Neuhofer (Schweiz), Philipp Marquart (Österreich) und Paul Reinholz (Mecklenburg-Vorpommern), flankiert von den CDU-Staatssekretären Friedlinde Gurr-Hirsch (links) und Volker Schebesta (rechts) mit Karl-Rainer Rubin und Gastgeber Rolf Huber (hinten, von links). ©Herbert Gabriel

Deutschlands sieben beste Müllergesellen, ein Österreicher und ein Schweizer haben in der Huber-Mühle in Hohberg-Niederschopfheim ihren Meister ermittelt. Es ist der Eidgenosse.
 

Am Ende eines jeden Berufsschulabschlusses treffen sich die Junggesellen mit den besten Noten zum Wettstreit um den Titel »Beste Müllerin oder bester Müller«. So auch am Freitag in Niederschopfheim, wo die Huber-Mühle Gastgeber und Austragungsort der »Mühlen Masters 2016« war. In Deutschland gibt es zwei Schulstandorte, einen in Stuttgart und einen in Wittingen (Landkreis Gifhorn). Dort streben pro Jahr 50 Auszubildende ihren Abschluss an. Während die jungen Gesellen ihre Prüfungsarbeiten an vier Stationen erledigten, konnten Interessierte ihnen über die Schultern schauen. Doch wer beim Rundgang an die »Mühle am rauschenden Bach« dachte, erlebte etwas anderes. Was einen modernen Mühlenbetrieb heute ausmacht, ist modernste Technik, die Millionen-Euro-Investitionen verlangt.

Baden-Württembergs Serie gerissen

Baden-Württemberg war in den vergangenen fünf Jahren mit besonders erfolgreich. Diese Serie ist gerissen, denn mit Philipp Marquart ist ein Schweizer zum Besten der besten Müller gekürt worden. Auf Platz zwei folgt der Österreicher David Neuhofer vor Paul Reinholz aus Mecklenburg-Vorpommern. Organisiert wird der Leistungswettbewerb vom Verband Deutscher Mühlen und verlangt von den Teilnehmern, dass sie Maschinen einstellen können, modernste Steuerungstechnik beherrschen, Rohstoffe im Labor untersuchen und Mischfutterkomponenten bestimmen können.

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Wer es geschafft hatte, in die Ortenau zum Finale zu kommen, gehört zu den besten von rund 100 Müllergesellen, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen hatten. Sie haben, so ist immer wieder angeklungen, einen Beruf erlernt, der weltweit begehrt ist und beste Berufs- und Aufstiegschancen verspricht. Allerdings steht in den Zertifikaten statt der Berufsbezeichnung Müller heute »Verfahrenstechnologin/Verfahrenstechnologe in der Mühlen- und Futtermittelwirtschaft«. Eine Bezeichnung, die bei der Siegerehrung Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) bedauerte. »Denn schließlich ist der Beruf des Müllers einer der ältesten überhaupt.« Und das wohl älteste Gebet »Unser täglich Brot gib uns heute« stehe für das, was zum wichtigsten und gesündesten Lebensmittel geworden sei – das Brot. Doch ohne fachgerechte Aufbereitung des Getreides gäbe es kein Brot, das speziell aus Deutschland weltweit einen hervorragenden Ruf genießt. So sei es auch den Müllern zu verdanken, dass Deutschland Brotland Nummer eins ist.

Getreide aus der Region

Und was oft vergessen werde und zuvor von Karl-Rainer Rubin aus Lahr-Hugsweier, Sprecher des Vorstandes des Verbandes Deutscher Mühlen, besonders hervorgehoben wurde: »Das hier verarbeitete Getreide stammt aus der Region, wenn auch das Jahr 2016 zu einem der ertragsärmsten gehört.« Entsprechend werben die deutschen Müller »Ohne Mehl ist nichts gebacken«. Sie verabeiten in 550 Mühlen mit 6000 Mitarbeitern jährlich etwa ein Drittel der deutschen Weizen- und Roggenernte: 7,5 Millionen Tonnen Weichweizen und 800 000 Tonnen Roggen sowie 400 000 Tonnen Hartweizen. Ein Bundesbürger verzehrt statistisch pro Jahr rund 70 Kilo Brot und Mehlprodukte.

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