Polizei sucht Zeugen

War es Brandstiftung? Wieder brennen Strohballen bei Biberach

Autor: 
Dietmar Ruh
Lesezeit 3 Minuten
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11. August 2020

©Kamera24

Rund 60 Strohballen sind in der Nacht auf Dienstag bei Biberach in Flammen aufgegangen. Bereits vor einer Woche hatte es dort auf der Fläche gebrannt. Die Kriminalpolizei geht von Brandstiftung aus und ermittelt. 

Erneut brannten rund 60 Strohballen auf einem Feld neben der K5356 bei Biberach in Richtung Stöcken. Bereits in der Nacht zum 1. August musste die Feuerwehr Biberach dort anrücken, um brennende Strohballen zu köschen. In beiden Fällen blieb der Wehr nicht anderes übrig, als das Feuer kontrolliert abbrennen zu lassen.

Beide Male ist der Biberacher Landwirt Martin Brosamer der Geschädigte. Auf seiner landwirtschaftlichen Fläche lagerte sein Stroh. Die Brandorte im Gebiet „Ahmatten-Süd“ liegen nur rund hundert Meter vonein-
ander entfernt, beide Brände ereigneten sich zur ungefähr gleichen Uhrzeit, nämlich gegen Mitternacht.

Die Feuerwehr Biberach wurde kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Dienstag alarmiert und fand beim Eintreffen an der Einsatzstelle nahe des Rückhaltebeckens das gleiche Bild wie schon vor zehn Tagen vor. 

Lichterloh gebrannt

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Die Strohballen standen bereits lichterloh in Flammen, sodass nur noch ein kontrolliertes Abbrennen der Strohballen möglich war. Die umliegende Wiese, die ebenfalls Feuer gefangen hatte, wurde abgelöscht und anschließend durch Befeuchten vor einem weiteren Übergreifen der Flammen geschützt. Das dafür benötigte Wasser wurde dem nahegelegenen Erlenbach entnommen. 

Des Weiteren wurde eine Riegelstellung zum Schutz der nahegelegenen Hochspannungsleitung aufgebaut und das E-Werk Mittelbaden mit der Kontrolle der Leitung beauftragt. 

37 Einsatzkräfte der Feuerwehr Biberach und der nachalarmierten Abteilung Prinzbach waren mit fünf Fahrzeugen bis um 11 Uhr am Dienstag mit der Überwachung des Brandes, dem Auseinanderziehen der Strohballen und dem Löschen der verbleibenden Glutnester beschäftigt. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar, für die Polizei deuten ihre Ermittlungen allerdings auf Brandstiftung hin. Nun werden Zeugen gesucht. Personen, die etwas Verdächtiges beobachteten oder weitere Hinweise geben können, werden gebeten, sich unter •0781/ 21-2820 zu melden.

„Kein Streich mehr“

Sollten die Strohballen vorsätzlich angesteckt worden sein, so ist das für Landwirt Martin Brosamer kein „Dumme-Jungen-Streich“ mehr. „Es ist das Ergebnis der Arbeit eines Jahres, was da in Flammen aufging“, sagt er auf OT-Anfrage. 
Der materielle Schaden ist für ihn da im Vergleich zweitrangig. Dennoch fehlt jetzt das Stroh, das im Winter zum Einstreuen der Ställe gedient hätte. „Wer so etwas macht, der sollte mal in der Landwirtschaft mitarbeiten, dann sieht er was das bedeutet“, betont der Landwirt. Und er denkt auch an die Feuerwehr, deren Tätigkeit nicht ungefährlich ist.

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