Jungen kommen jetzt zur Welt

Wildtiere in der Ortenau brauchen jetzt ihre Ruhe

Autor: 
red/js
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14. März 2019

Vor Bachen mit Frischlingen sollte man sich in Acht nehmen. ©dpa

Viele Wildtiere bringen in diesen Tagen ihre Jungen zur Welt. Spaziergänger und Wanderer sollten deshalb aktuell besonders vorsichtig sein. 

Der erste Nachwuchs in der heimischen Tierwelt ist bereits da. Darauf weist die Jägervereinigung Kehl-Achern hin.  Wildschweine bringen ihre Jungen zur Welt, die Frischlinge. Die Bache verteidige ihren Nachwuchs vehement, wenn sie ihn in Gefahr sieht. Daher gelte: Wildschweine haben immer Vorfahrt. Den sogenannten Wurfkessel, das Kinderzimmer, baut die Wildschweinmutter gern in Brombeergebüschen, im Aufwuchs von Buchen oder Kiefern sowie im Schilf, heißt es weiter. Besonders Hunde könnten schwer verletzt werden, wenn sie sich zu nah an den Nachwuchs wagen. 

Nicht als Bedrohung

Menschen und Hunde auf Wegen nehmen Wildtiere nicht als Bedrohung wahr, haben Wissenschaftler herausgefunden. Darauf weist die Vereinigung hin. Aus Gründen des Tier- und Artenschutzes empfehle der Deutsche Jagdverband, jetzt auf den Wegen zu bleiben.

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Während der Brut- und Aufzuchtzeit verwandeln sich Wiesen, Felder und Wälder bis Mitte Juli laut der Vereinigung in eine große Kinderstube – auch in direkter Nähe zu Siedlungen. Vielerorts gelte deshalb eine Leinenpflicht für Hunde. Grundsätzlich sollten Vierbeiner im Einflussbereich bleiben und auf Ruf oder Pfiff reagieren.

Oft überlebenswichtig

Tarnen und Täuschen sei für den Wildtiernachwuchs oft überlebenswichtig. So seien Frischlinge, Junghasen, Rehkitze oder Entenküken nahezu unsichtbar, wenn sie bei Gefahr regungslos verharren. Feldhasenmütter beispielsweise lassen ihren Nachwuchs sogar die meiste Zeit des Tages allein, wie die Vereinigung schreibt. Dies sei ein erfolgreicher Schutz vor Fressfeinden wie dem Fuchs. Einsame Jungtiere sind zumeist nicht verwaist, betonen die Jäger. Deshalb sei es wichtig, sich rasch zu entfernen und die Tiere nicht anzufassen. Haben Jungtiere den Geruch des Menschen angenommen, werden sie oftmals von den Elterntieren verstoßen und verhungern. 

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