Polizei gibt Tipps

Wildunfall: Wie Autofahrer sich richtig verhalten

04. Dezember 2017
&copy pixabay

In den letzten Wochen ist es im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Offenburg vermehrt zu Unfällen mit Wildtieren gekommen. Die Polizei gibt Tipps, wie sich Autofahrer verhalten sollen, wenn sie ein Reh oder Wildschwein neben der Fahrbahn sehen.

Eine 48-Jährige hat am Samstagabend gegen 18 Uhr auf der Kreisstraße nördlich von Achern eine unliebsame Begegnung mit einem Reh gemacht, teilt die Polizei mit. Dabei rannte das Tier beim Überqueren der Straße in die Beifahrertür der Audi-Fahrerin. Das Reh konnte durch den zuständigen Jagdpächter versorgt werden. Weniger Glück hatte vergangenen Dienstag gegen 19 Uhr ein Wildschwein auf der L 104 zwischen Ottenheim und Meißenheim.

Bremsbereit sein

Dieses rannte einem 68-jährigen Golf-Fahrer direkt vor das Auto und starb bei der Kollision. Auch in Wolfach lief am Dienstag in den frühen Morgenstunden ein Reh in das Fahrzeug einer 55-Jährigen. Gerade jetzt im Winterhalbjahr, wenn die Dämmerung auf die Zeiten des Berufsverkehrs fällt, können jederzeit und überall Wildtiere auf der Straße auftauchen, heißt es weiter. 

Zwar sind besonders gefährdete Strecken oft mit dem Warnschild "Wildwechsel" versehen, doch besonders im Wald und an unübersichtlichen Stellen mit offenem Feld ist mit querendem Wild zu rechnen. Deshalb gilt besonders in den Morgen- und Abendstunden: die Fahrbahnränder konzentriert im Auge behalten, Fuß vom Gas und jederzeit bremsbereit sein. Steht ein Tier neben der Fahrbahn ist damit zu rechnen, dass es auch auf die Straße läuft. Sollte es dann tatsächlich auf der Fahrbahn stehen: Bremsen, Hupen und Abblenden, empfiehlt die Polizei. 

Wild versorgen

Keinesfalls aber gefährliche Ausweichmanöver in den Straßengraben oder gar auf die Gegenfahrbahn riskieren, heißt es weiter. Lässt sich der Zusammenprall mit dem Wild nicht mehr verhindern ist es wichtig, das Lenkrad gut festzuhalten. Danach das Auto zum Stillstand bringen und unbedingt die Unfallstelle absichern. Als Nächstes die Polizei über den Notruf 110 informieren.

Unabhängig davon, ob das Tier verletzt oder getötet wurde, verständigen die Beamten den für die Unfallstelle zuständigen Jagdausübungsberechtigten. Dieser versorgt dann das verletzte oder getötete Wild. Keinesfalls dem Tier zu nahe kommen, da es ohne Vorwarnung zu unkontrollierbaren und verletzungsbedingten Bewegungen kommen kann.

Von der Polizei wird anschließend zur Schadensregulierung eine Bescheinigung ausgehändigt.

Autor:
red/ah

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