Ortenau

Zentrale Notaufnahme am Ortenau-Klinikum: Umbau geht voran

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red/all
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12. August 2020

Freuen sich über den zügigen Baufortschritt: (v.l.n.r.) Verwaltungsdirektor Mathias Halsinger, Projektleiterin Eva Wilhelm, Christiane Kalies, Architektenbüro Leimbach und Bartels, Rainer Stapf, Geschäftsbereichsleiter Bau und Technik, Eva Müller, Stellv. Pflegedirektorin, Dr. Bernhard Gorißen, Chefarzt der ZNA und Renate Kopf, Stellv. Pflegerische Leitung der ZNA sowie Handwerker des ausführenden Bauunternehmens. ©Ortenau-Klinikum

Bis zum April 2021 soll die Zentrale Notaufnahme am Ortenau-Klinikum am Ebertplatz in Offenburg erweitert werden. Pro Jahr werden 45 000 Patienten in der Notaufnahme versorgt – Tendenz steigend. Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert.

Der Ausbau der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Ortenau-Klinikums in Offenburg geht laut einer Mitteilung des Klinikverbundes zügig voran. Bereits vier Wochen nach Baubeginn konnte das Ortenau-Klinikum in Offenburg am Mittwoch das Richtfest für den geplanten Anbau an die bestehende Zentrale Notaufnahme in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang der Klinik am Ebertplatz begehen.

„Mit der Erweiterung trägt die Klinik dem gesteigerten Patientenaufkommen Rechnung und will die Leistungsfähigkeit der ZNA bis zur Inbetriebnahme des geplanten Klinikneubaus in Offenburg im Jahr 2030 sicherstellen“, heißt es in der Mitteilung. Allein von 2014 bis 2017 habe die Abteilung einen Zuwachs um rund 25 Prozent verzeichnet. Aktuell würden pro Jahr über 45 000 Patienten in der ZNA am Offenburger Ebertplatz versorgt.

„Wir wollen unsere qualitativ hochwertige Patientenversorgung auch in den kommenden Jahren bis zum Klinikneubau gewährleisten. Da die Patientenzahlen in der ZNA stark angestiegen sind, müssen wir die Abteilung jetzt ausbauen“, erklärt Mathias Halsinger. Der Verwaltungsdirektor des Ortenau Klinikums Offenburg-Kehl freue sich auf eine neue, sehr leistungsfähige ZNA, die zum Teil schon in diesem Jahr zur Verfügung stehen werde. 
Um- und Anbau

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Die Erweiterung der ZNA beinhaltet sowohl einen Umbau der bestehenden Notaufnahme wie auch einen Anbau an den bisher genutzten Gebäudeteil. In beiden Bereichen werden vor allem zusätzliche Untersuchungs- und Behandlungsräume entstehen. Da das Ortenau-Klinikum in Offenburg auch eine umfassende Versorgung und Behandlung schwerverletzter Patienten beispielsweise nach Arbeits- oder Verkehrsunfällen gewährleistet, werde die räumliche Struktur zudem für diese spezielle und medizinisch anspruchsvolle Versorgung weiter ausgebaut und optimiert. „Das Ziel ist eine zeitlich lückenlose Schwerverletztenversorgung“, heißt es in der Mitteilung.

Die Klinik habe ihre Erfahrungen aus den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie in die Planungen einfließen lassen und den Umbau der besehenden ZNA vorgezogen. „Wir haben unter anderem mehr Schleusen und mehr Untersuchungs- und Behandlungsräume vorgesehen als vor der Corona-Pandemie. Bei Bedarf können wir so noch schneller und wirksamer Isolierbereiche einrichten und sind noch besser auf entsprechende Ereignisse vorbereitet“, sagt Bernhard Gorißen, Chefarzt der ZNA am Ortenau-Klinikum Offenburg-Kehl. Bereits im Herbst werde der Umbau des bisher für die ZNA genutzten Gebäudeteils abgeschlossen sein und wieder für die Patientenversorgung zur Verfügung stehen.

Um die Patientensteuerung zu optimieren, schafft die Klinik mit der Erweiterung der ZNA auch die Voraussetzungen für eine zentrale Aufnahme sowohl für die Notaufnahme in der Klinik als auch für die Notfallpraxis der niedergelassenen Hausärzte. Aufgrund der sehr guten Kooperation mit der Notfallpraxis werde künftig das „Ein-Tresen-Prinzip“ etabliert. „Hierdurch stellt sich das Ortenau-Klinikum auf die vom Gesetzgeber angekündigten weiteren Reformen für eine sektorenübergreifende Notfallversorgung ein“, begründet das Klinikum das Vorgehen. Die gesamte Erweiterung der ZNA werde voraussichtlich im April 2021 fertiggestellt sein.

Hintergrund

Sanierungen kosten 36 Millionen Euro

Die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme ist bereits der zweite Bauabschnitt umfangreicher Sanierungsmaßnahmen an der Offenburger Klinik am Ebertplatz, die der Kreistag im Rahmen des sogenannten Modell Landrat im Dezember 2018 beschlossen hat. Ein weiterer Bestandteil der Sanierungsplanung ist der Bau eines neuen Zentral-OP für die jährlich über 9000 Operationen an der Betriebsstelle Ebertplatz. In einem vierten Bauabschnitt wird dann das Mutter-Kind-Zentrum erweitert. Bis zum Bezug des geplanten Neubaus im Jahr 2030 zu sichern, werden rund 36 Millionen Euro investiert. Das Ortenau-Klinikum rechnet für die Finanzierung der Sanierungsmaßnahmen mit einer anteiligen Förderung durch das Land Baden-Württemberg.

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