Kehl

Frauen zuhause belästigt: Polizei überführt Exhibitionisten

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red/ah
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16. April 2021
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Foto: Arne Dedert / Symbolbild

Foto: Arne Dedert / Symbolbild ©Arne Dedert

Den Ermittlern der Kriminalpolizei Offenburg ist es gelungen, einen seit Juli 2020 im Raum Kehl aktiven, mutmaßlichen Exhibitionisten zu identifizieren und zu überführen. Der entscheidende Hinweis kam aus den eigenen Reihen von Beamten des Polizeireviers Kehl.

Der zu Beginn der Serie 16-jährige und nunmehr 17-jährige Verdächtige hat die exhibitionistischen Taten mittlerweile eingeräumt. Das teilt die Polizei mit.

Erstmalig wurde die Polizei im Dezember 2020 eingeschaltet. Eine 81 Jahre alte Frau zeigte damals an, dass sie im Zeitraum von Juli 2020 bis Dezember 2020 in drei Fällen von einem jungen Mann aufgesucht worden sei und er in allen Fällen an seinem entblößten Geschlechtsteil manipuliert habe.

Nach aktuellem Ermittlungsstand wird der Jugendliche zwischen Juli 2020 und April 2021 mit 14 Vorfällen in Verbindung gebracht, wobei lediglich vier davon eine strafrechtliche Relevanz besitzen, heißt es.

In Marlen, Sundheim und Stadtgebiet Kehl

Die anderen zehn Taten sollen nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei im noch straffreien Versuchs- beziehungsweise Vorbereitungsstadium abgebrochen worden sein.

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Während sich die Vorfälle anfangs im Bereich Goldscheuer etablierten, verlagerten sich die ungewollten Begegnungen zu Beginn des Jahres 2021 auch nach Marlen, Sundheim und das Stadtgebiet Kehl.

Vorgehensweise immer dieselbe

Bereits am Anfang der Ermittlungen erschien der Polizei auffällig, dass der 17-Jährige überwiegend Seniorinnen ausgewählt habe.

Die Vorgehensweise war hierbei immer dieselbe: Er soll die Frauen im Bereich ihrer Wohnungen angesprochen oder an deren Wohnungstür geklingelt haben. Der Jugendliche habe darum gebeten, die Toilette benutzen zu dürfen und als Vorwand ein medizinisches Problem vorgeschoben.

In allen Fällen habe der Geständige die Örtlichkeit sofort verlassen, nachdem die Opfer ihren Widerwillen geäußert haben. Zu körperlichen Übergriffen sei es in keinem der bekannt gewordenen Zusammentreffen gekommen, heißt es weiter.

Nun sieht der Jugendliche einem Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfs exhibitionistischer Handlungen in mehreren Fällen entgegen.

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