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Zitiert: Was Ortenauer Persönlichkeiten zur OB-Wahl sagen

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Redaktion
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15. Oktober 2018
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Der neue OB und seine Vorgängerin – Marco Steffens neben Edith Schreiner. ©Ulrich Marx

Die Oberbürgermeisterwahl in Offenburg ist vorbei, Marco Steffens ging als Sieger hervor. Wir haben Ortenauer Persönlichkeiten nach ihrer Meinung dazu gefragt.

Stefan Konprecht, Vorsitzender der Freien Wähler Offenburg: »Ich habe auf das Ergebnis gehofft und auch damit gerechnet. Über den Sieg von Marco Steffens freue ich mich. Tobias Isenmann hatte auch gute Themen. Es ist erfreulich, dass der dritte Platz an ihn geht und nicht an die AfD. Die Grünen und die SPD haben in den vergangenen Wochen bei der Unterstützung ihres Kandidaten auch beachtliche Arbeit geleistet. Ich habe mir eine höhere Wahlbeteiligung erhofft.«

Jess Haberer, CDU-Stadtrat: »Offenburg wird von der Ideenfülle der Kandidaten profitieren. Umgesetzt werden sie vom regionalen Kenner Marco Steffens. Er hat den Sieg verdient.«

Thomas Bauknecht, Fraktionsvorsitzender der FDP: »Herausragend ist, dass der AfD-Kandidat nur wenig Prozent der Stimmen bekommen hat. Ich habe damit gerechnet, dass Marco Steffens Offenburgs neuer Oberbürgermeister wird, allerdings nicht im ersten Wahlgang. Das Ergebnis ist gut. Marco Steffens ist ein junger, engagierter Mann.«

Werner Maier, Ortsvorsteher von Griesheim, CDU: »Für mich war klar, dass Marco Steffens die Wahl gewinnt. Er hat Charisma und Erfahrung. Tobias Isenmann ist noch etwas zu jung und hat noch keine Erfahrung. Für den Anfang wäre das Amt des Oberbürgermeisters eine zu große Aufgabe, denke ich, aber Isenmann hat tolle Ansätze. Für Griesheim freue ich mich, dass der AfD-Kandidat dort nur auf drei Prozent kam.«

Willi Wunsch, Ortsvorsteher von Zell-Weierbach, CDU: »Ich habe die Stimmung in der Bevölkerung mitbekommen. Dadurch wusste ich, dass es für Marco Steffens gut aussieht und habe auch mit einer Entscheidung im ersten Wahlgang gerechnet. Dass der AfD-Kandidat unter zehn Prozent liegt, ist ein Erfolg für Offenburg.«

Angi Morstadt, Stadträtin der Freien Wähler: »Ich habe im Vorfeld getippt, dass Marco Steffens die Wahl mit 51 Prozent der Stimmen gewinnt. Toll finde ich, dass es mit sechs Kandidaten ein großes Angebot gab. Erfreulich ist auch, dass das Ergebnis für den AfD-Kandidaten einstellig ausfiel.«

Matthias Bürkle, katholischer Dekan: »Ich freue mich und gratuliere ganz herzlich. Von meinem Kollegen aus Willstätt weiß ich, dass es ein sehr gutes Miteinander zwischen Kirche und Rathaus gab. Dankbar bin ich, dass die AfD so ein geringes Ergebnis hat vor allem im Hinblick auf das Menschenbild, das sie vertritt.«

Ingo Eisenbeiß, Fraktionschef der Grünen: »Herzlichen Glückwunsch an den klaren Sieger im ersten Wahlgang. Ich hoffe auf eine gute Zusammmenarbeit, auch wenn ich sehr traurig bin über das Abschneiden von Harald Rau, der sehr empathisch und kompetent einen sehr engagierten Wahlkampf geführt hat.«

Peter Schwinn, Feuerwehrkommandant Offenburg: »Es war ein ganz toller Wahlkampf, den die Kandidaten geführt haben. Dass es jetzt so überraschend eindeutig ausging, hatte ich nicht erwartet. Ich bin davon überzeugt, dass wir von der Feuerwehr eine hervorragende Zusammenarbeit mit dem neuen Oberbürgermeister hinbekommen werden.«

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Christoph Jopen, Finanzbürgermeister a.D.: »Ich bin überrascht. Ich habe nicht gedacht, dass ein Kandidat es im ersten Wahlgang schafft. Ich habe Herrn Rau unterstützt. Ich gratuliere aber Herrn Steffens zu seinem Wahlsieg.« 

Paul Witt, Rektor der Hochschule Kehl: »Wer die letzte Woche im Wahlkampf verfolgt hat, der konnte schon eine Stimmung ausmachen. Daher war der Wahlausgang für mich heute Abend nicht ganz so überraschend.«

Albert Glatt, CDU-Fraktionschef: »Ich bin überglücklich, dass Steffens es im ersten Wahlgang geschafft hat. Er war ein super Kandidat und ich bin froh, dass er die Mehrheit aller Offenburger überzeugt hat. Außerdem freue ich mich, dass Özkara unter sechs Prozent ist.«

Norbert Großklaus, Stadtrat der Grünen: »Ich bin schockiert! Ich habe nicht gedacht, dass es 20 Prozent Unterschied gibt. Ich bin enttäuscht, dass es nicht möglich war, dass wir uns mit neuen Ideen und frischem Wind durchsetzen konnten.«
 
Jens Herbert, Vorsitzender CDU-Stadtverband: »Ich freue mich wahnsinnig über das tolle Ergebnis für Steffens und den tollen Rückhalt, den er bekommen hat. Es war eine sehr intensive Zeit. Jetzt freuen wir uns darauf, dass Steffens so eine tolle Politik wie bisher in Willstätt dann in Offenburg macht.«

Felix Reinbold, Juso-Kreisvorsitzender: »Meine Enttäuschung ist enorm groß, weil ich glaube, dass Rau die richtigen Themen für Offenburg hat. Die Offenburger haben eine Chance verpasst! Der Blick von außen hätte der Stadt gutgetan. Ich wünsche Steffens dennoch Glück für die nächsten acht Jahre.«

Hans-Rainer Rottenecker, Fraktionssprecher der Freien Wähler: »Gut, dass es im ersten Wahlgang entschieden wurde. Das ist in Ordnung und demokratisch. Gut ist, dass die AfD niedrig geblieben ist.«

Jochen Ficht, Fraktionschef der SPD: »Heute Abend ist es noch zu früh für Analysen. Aber Fakt ist, dass wir mit der Einschätzung für Offenburg daneben lagen. Ein positiver Aspekt ist, dass die AfD so schlecht abgeschnitten hat. Offenburg hat bewiesen, dass es davon nichts hält.«

Dieter Eckert, ehemaliger Baubürgermeister: »Steffens hat einen ausgezeichneten und konsequenten Wahlkampf gemacht und ist dafür heute mit einem Ergebnis belohnt worden, mit dem die wenigsten gerechnet haben. Erfreulich ist auch das bescheidene Abschneiden des Kandidaten von der rechtsextremen Seite. Das hat gezeigt, dass die Offenburger sehr bewusst gewählt haben.«

Markus Vollmer, Bürgermeister von Ortenberg: »Ich freue mich über das Ergebnis und freue mich auch deshalb, weil Steffens ein OB sein wird, der die Sorgen der Umlandgemeinden versteht und darauf eingehen wird.«

Simone Golling-Imlau, Kreistagsmitglied, FDP: »Ich hatte gedacht, dass es einen zweiten Wahlgang geben wird, bin aber erfreut, dass es so ausgegangen ist. Jetzt wird es interessant und spannend für Offenburg, wie es weitergeht.«

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