Zusammen mit Vogesenclub Obernai

Berg- und Wanderfreunde Schwaibach waren im Hochgebirge

Autor: 
Wolfgang Welle
Lesezeit 3 Minuten
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26. August 2019

Mitglieder der Schwaibacher Berg- und Wanderfreunde sowie des Vogesenclubs Obernai waren gemeinsam auf Hochgebirgstour. ©privat

Die Berg- und Wanderfreunde Schwaibach verbrachten zum ersten Mal eine Hochgebirgstour mit dem Club Vosgien d’ Obernai. Am Schluss waren sich alle einig: »Das muss wieder stattfinden.«

Die Anfahrt nach Champéry / Schweiz erfolgte zwar getrennt, doch ab dann machten sich acht Mitglieder der Berg- und Wanderfreunde Schwaibach und zwölf Elässer im Alter von 20 bis 69 Jahren gemeinsam auf den Weg.
In Barme, dem Ausgangsort der Wandertour, wurde – nach gut französischer Sitte – erst einmal ein »cassecroute« (Vesper) eingenommen, bevor der etwa 3,5 stündige  Aufstieg zur 2100 Meter hoch gelegenen Schweizer Hütte Susanfe über 850 Höhenmeter begann. Während des Aufstiegs ergaben sich erste Kontakte, wobei fünf Sprachen zum Einsatz kamen: Badisch, Deutsch, Elsässisch, Französisch und Englisch.

Nur vier Wasserhähne

Die einfache Hütte Susanfe liegt in einem Hochgebirgskessel, der von mehreren wilden, teils mit Gletschern ausgestatteten Gipfeln, umrahmt wird. In einfachen Waschräumen mit vier Wasserhähnen machten sich alle Wanderfreunde frisch fürs Abendessen. Die sympathische, aber durchaus energische  Hüttenwirtin sorgte dafür, dass die Nachtruhe bereits kurz nach 22 Uhr eintrat: in einem Bettenlager mit 40 Schlafplätzen, die sehr eng gehalten waren.
Am nächsten Tag war die Wandertour sehr abwechslungsreich: Von der Susanfehütte betrachtet, erschien ein Durchschlupfen durch die fast senkrechten Felsmauern unmöglich. Dank im Berg eingelassener Ketten und festen Eisenleitern gelang das jedoch recht gut.

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Etliche Schneefelder waren zu überqueren und erforderten höchste Konzentration. Ein sehr abschüssiges und nicht ungefährliches  Schneefeld, das zudem im dichten Nebel lag,  wurde mithilfe eines mitgeführten Seils bezwungen, wobei dies bei 20 Teilnehmern einige Zeit in Anspruch nahm. Zur Mittagsrast am Rande eines großen Schneefelds gab es dann wieder Sonne – und eine Flasche feinen Pinot gris aus dem Elsass, die unser jüngster Teilnehmer, Romain, mitgebracht hatte  und die, gekühlt im Schnee, hervorragend schmeckte.

Nach dem Erklimmen eines Höhenzuges mit herrlichem Blick über die Umgebung wurde von den Berglern das Badner Lied und von unseren französischen Freunden die Marseillaise angestimmt; beides so eindrucksvoll, dass dies noch einige Hundert Höhenmeter tiefer vernommen wurde. Der anstrengende, aber sehr kurzweilige Tag endete in der französischen Vogealle, einer Hütte, die mit warmer Dusche und Stockbetten recht luxuriös wirkte im Vergleich zur Susanfehütte. Außerdem konnten abends Steinböcke von der Hütte aus beobachtet werden

Am kommenden Tag standen fünf Stunden Gehzeit auf dem Programm, darunter mehr als 1400 Höhenmeter beim Abstieg nach Barme, dem Ausgangsort der badisch-elsässischen Bergtour. Alle Teilnehmer waren sich einig: Das war klasse und muss wieder stattfinden.

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