Landwirtschaftlicher Betrieb

4 Verletzte nach Getreidespeicher-Explosion in Straßburg

Autor: 
red/dpa/maj/ba
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06. Juni 2018

(Bild 1/3) ©Cabinet du préfet

Auf dem Gelände eines landwirtschaftlichen Betriebs in Straßburg an der Grenze zu Kehl hat es am Mittwochmorgen eine Explosion gegeben. Vier Menschen wurden nach Angaben der französischen Polizei verletzt, drei davon schwer.

In Straßburg hat es am Mittwoch gegen 9.30 Uhr eine Explosion gegeben. Wie die französische Polizei via Twitter berichtet, ereignete sich diese in einem Silo eines landwirtschaftlichen Betriebs auf der Straße Rhin-Napoléon. Diese ist wegen des Vorfalls in beide Richtungen gesperrt.

Am Vormittag bestätigte Yves Seguy, Generaldirektor der Präfektur Bas-Rhin, dass die Explosion bei Schweißarbeiten ausgelöst wurde. Bei der Explosion sei das Dach gesprengt worden, wodurch Asbest freigesetzt worden sei und das nun beseitigt werden müsse. Ein neben dem beschädigten Gebäude stehender Turm sei einsturzgefährdet. Sicherheitskräfte versuchen, den Turm zu stabilisieren. Daher sei das Gelände im Umkreis von rund einem Kilometer komplett abgesperrt worden. Auch Schulen im Umkreis von zehn Kilometern sind geschlossen – Schüler dürften die Gebäude vorerst teilweise nicht verlassen.

Ein Augenzeuge sagte der Zeitung »Dernières Nouvelles d'Alsace« (DNA), er habe von einem Kran in der Nähe aus einen riesigen Feuerball aufsteigen sehen. Die Präfektur rief die Bürger auf, die Gegend um den Hafen im Osten der elsässischen Stadt zu meiden.

 

 

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Auf Twitter haben mehrere Nutzer Bilder der großen Rauchwolke im Viertel "Port-du-Rhin" veröffentlicht. Die DNA sprach zunächst von elf verletzten Menschen. Die französische Polizei teilte auf Twitter aber mit, dass elf Menschen zwar vor Ort waren, verletzt wurden aber nur vier. Drei davon schwer. Diese wurden laut DNA mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen und sollen weiter in ein Zentrum für schwere Brandverletzungen gebracht werden.

 

 

Die Präfektur rief die Bürger auf, die Gegend um den Hafen im Osten der elsässischen Stadt zu meiden. Ein Bereich von 200 Metern um den Unglücksort wurde abgesichert. Mitarbeiter von Firmen in dieser Zone sollten ihren Arbeitsplatz vorerst nicht verlassen.

Zu den Ursachen der Explosion gab es zunächst keine offiziellen Angaben. Marc Moser, Präsident der Firma Comptoir Agricole, der das Silo gehörte, sagte den »Dernières Nouvelles d'Alsace«, er vermute eine Staubexplosion. Diese könnte durch Funken ausgelöst worden sein, die im Zuge von Instandhaltungsarbeiten entstanden seien.

Das Silo sei zum Zeitpunkt der Explosion nicht voll gewesen, sagte Moser. In dem Behälter werde Getreide aufbewahrt, bevor es auf Schiffe verladen werde.

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