Polizei nimmt 37-Jährigen fest

77-Jährige in Stuttgart auf offener Straße erstochen

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stn/dpa
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08. Dezember 2019
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©dpa - Jens Büttner/Symbolbild

Im Stuttgarter Westen ist am Sonntag auf offener Straße eine Frau mit einem Messer niedergestochen worden. Kurz nach dem brutalen Angriff stirbt sie – und ein 37-jähriger Verdächtiger wird festgenommen.

Eine 77 Jahre alte Frau ist am Sonntagmittag in Stuttgart auf offener Straße mit einem Messer niedergestochen und tödlich verletzt worden.

Es passierte am Sonntag gegen 12.30 Uhr in der Forststraße im Stuttgarter Westen: Ein Mann attackierte die ältere Frau ohne erkennbaren Grund – und stach plötzlich mit einem Messer mehrfach auf sie ein. Die Frau brach schwer verletzt zusammen – und der Täter eilte davon. Zeugen alarmierten Polizei und Rettungsdienst. Notarzt und Rettungsdienst kümmerten sich um die lebensgefährlich verletzte Frau und transportierten sie in eine Klinik. Doch die Verletzungen waren zu schwer, das Opfer verstarb wenig später im Krankenhaus.

Zufälliges Opfer?

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Der mutmaßliche Täter kam nicht weit. Er kam zur Überzeugung, sich lieber der Polizei zu stellen – so konnten die Beamten ihn in der Nähe des Tatorts festnehmen. Was ihn zu der Tat getrieben hatte, ist vorerst unklar: „Ob und was der Tatverdächtige bei seiner Vernehmung ausgesagt hat, darüber können wir keine Angaben machen“, erklärte ein Polizeisprecher. „Die Hintergründe der Tat sind unklar“, sagt Staatsanwaltssprecher Heiner Römhild.

Die Umstände der Tat sprechen eher nicht für eine klassische Beziehungstat. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge kannten sich die beiden nicht. Die Ermittlungen im Umfeld des Verdächtigen und der Rentnerin dauern an. Wie zu hören war, wird auch nicht ausgeschlossen, dass der Messerstecher womöglich aus einer psychischen Erkrankung heraus agiert haben könnte – und das Opfer eher zufällig ins Visier geriet. Die Polizei hofft am Montag auf weitere Erkenntnisse. Der Tatverdächtige sitzt erst einmal in Gewahrsam. Voraussichtlich wird er am Montag einem Richter mit Antrag auf Haftbefehl vorgeführt.

Tatwaffe Messer

Die Bluttat auf offener Straße ist ein weiterer trauriger Höhepunkt von Gewalttaten mit der Tatwaffe Messer. Erst am Mittwoch hatten sich in Feuerbach zwei Männer mit einem Messer eine Auseinandersetzung geliefert, ebenfalls in Feuerbach war Ende November ein 46-jähriger Arbeiter in einem Wohnheim mit einem Messer lebensgefährlich verletzt worden. Umso schlimmer, wenn sich solche Taten auch noch auf der Straße abspielen – die tödliche Attacke in der Forststraße erinnert an die Bluttat im Stadtteil Fasanenhof, wo ein 30-Jähriger seinen 36-jährigen Bekannten mit einem Samuraischwert tötete. Eine Anklage steht noch aus.

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