Tierschützer in Laos

Bärenjunge vor schlimmen Qualen bewahrt

Barbara Barkhausen
Lesezeit 3 Minuten
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29. März 2024
Gerettet, aber immer hungrig: Eine Tierschützerin füttert ein Bärenjunges mit dem Fläschchen.

Gerettet, aber immer hungrig: Eine Tierschützerin füttert ein Bärenjunges mit dem Fläschchen. ©Foto: „Free the Bears“

Der Organisation „Free the Bears“ ist es im südostasiatischen Laos gelungen, 16 Jungtiere der gefährdeten Kragenbären den Händen von Wilderern zu entreißen.

Vermutlich handelt es sich um die bisher größte Rettungsaktion von Bärenjungen: Der von einer Australierin gegründeten Organisation „Free the Bears“ (Befreit die Bären) ist es vor kurzem gelungen, 16 Jungtiere der gefährdeten Art der Kragenbären den Händen von Wilderern in Laos zu entreißen. Nun brauchen die Tiere Rund-um-die-Uhr-Betreuung: Die Tierschützer wechseln sich beim Fläschchen geben ab. Auf den Bildern der Organisation sehen die schwarzbehaarten Tierjungen schon wieder fröhlich aus: Sie tollen im Gras, nuckeln an ihren Fläschchen und schauen mit ihren dunklen Knopfaugen in die Kamera.

Kragenbären, auch Asiatische Schwarzbären oder im Englischen Moon Bears (Mondbären) genannt, gelten laut der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als gefährdet. Dies liegt vor allem an der Jagd wie auch dem schleichenden Verlust ihres Lebensraums. Obwohl das Töten der Tiere in Laos illegal ist, haben Wilderer in dem südostasiatischen Land es immer wieder auf die Bären abgesehen, angetrieben von der wachsenden Nachfrage nach Fleisch, Fell und Gallenblasen. Dies sei inzwischen „ein lukratives Geschäft, dem sich auch immer mehr Jäger zuwenden, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen“, heißt es vonseiten der Tierschutzorganisation WWF. Die Pfoten werden laut WWF vor allem in China als teure Delikatesse verkauft und oft in einer Suppe gegessen. Die Galle in den Gallenblasen werde getrocknet und als traditionelle Medizin verkauft, heißt es weiter.

Mitte März gelingt der Organisation ein besonderer Coup

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„ Free the Bears“ ist von der australischen Tierschutzaktivistin Mary Hutton ins Leben gerufen worden. Die Organisation betreute auch bisher schon mehr als 100 Sonnen- und Kragenbären sowie andere gefährdete Arten, die die Tierschützer vor illegalen Wildtierhändlern gerettet haben. Mitte März gelang der Organisation nun aber ein besonderer Coup: So konnten 16 Bärenjunge in der laotischen Hauptstadt Vientiane beschlagnahmt werden. Es ist die bisher größte Rettung der gefährdeten Bärenjungen in der Geschichte des Vereins. Die bisher größte Rettung von „Free the Bears“ in Laos waren fünf Bärenjunge, die an einem einzigen Tag im Jahr 2019 gerettet wurden. Die Bärenjungen waren entdeckt worden, weil Nachbarn auf Geräusche der Tiere aufmerksam wurden. „Als wir am Haus ankamen, waren überall Bärenjunge“, berichtete Fatong Lar Yang, ein Tiermanager bei „Free the Bears“ Laos. Leider sei ein Junges bereits tot gewesen.

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