Sanaa

Bericht: Angriff auf Schlüsselhafen im Jemen hat begonnen

Autor: 
dpa
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13. Juni 2018
Die aktuelle Nahrungskrise im Jemen könnte sich zu einer Hungersnot ausweiten, wenn die Hilfslieferungen ausbleiben.

Die aktuelle Nahrungskrise im Jemen könnte sich zu einer Hungersnot ausweiten, wenn die Hilfslieferungen ausbleiben. ©dpa - Mohammed Mohammed/XinHua

Der lange erwartete Angriff auf die von Rebellen kontrollierte Hafenstadt Hudaida im Bürgerkriegsland Jemen hat einem Bericht zufolge begonnen.

Unterstützt von einer saudisch geführten Militärkoalition habe die Armee der international anerkannten Regierung des Landes die Operation zur Rückeroberung des sehr wichtigen Seehafens begonnen, berichtete der arabische Nachrichtenkanal «Al-Arabiya» am Mittwoch. Über Hudaida laufen 70 Prozent der dringend benötigten Hilfslieferungen für den von den Huthi-Rebellen kontrollierten Norden des Landes. Eine Unterbrechung des Nachschubs durch das Nadelöhr könnte den humanitären Kollaps für die Krisenregion bedeuten.

Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths hatte bis zuletzt versucht, den Angriff zu verhindern, der für Millionen Menschen in dem bitterarmen Land auf der arabischen Halbinsel katastrophale Folgen haben könnte - es droht eine Hungersnot. Die UN bezeichnen die Situation im Jemen schon jetzt als größte humanitäre Katastrophe der Gegenwart.

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Die Regierungstruppen hatten im Oktober zusammen mit ihren Verbündeten eine groß angelegte Militäroffensive gestartet, um auf den Seehafen von Hudaida vorzurücken. Die Kämpfe waren zuletzt nur noch wenige Kilometer von der Stadt entfernt. Der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge mussten Zehntausende Menschen wegen der Gewalt aus ihren Häusern fliehen.

Hudaida steht unter Kontrolle der Huthis, die weite Teile im Norden des Landes sowie die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Sie werden von der international anerkannten Regierung des Landes bekämpft, die von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten militärisch unterstützt wird. Der politische Prozess zwischen den Kriegsparteien ist festgefahren - Friedensgespräche waren zuletzt 2016 gescheitert.

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