Osnabrück

Bericht: Deutsche Behörden weisen immer mehr Ausländer aus

Autor: 
dpa
Lesezeit < 1 Minute
Jetzt Artikel teilen:
10. August 2018
«Abgeschoben/Deported» steht auf einem amtlichen Stempelbild der Bundespolizei.

«Abgeschoben/Deported» steht auf einem amtlichen Stempelbild der Bundespolizei. ©dpa - Ralf Hirschberger

Deutsche Behörden haben 2017 doppelt so viele Ausländer ausgewiesen wie noch zwei Jahre zuvor. Das berichtete die «Neue Osnabrücker Zeitung» am Freitag unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken.

Demnach erließen Behörden im Vorjahr 7374 sogenannte Ausweisungsverfügungen. 2015 waren es 3604. Im Falle einer Ausweisungsverfügung erlischt die Aufenthaltserlaubnis. Betroffene werden aufgefordert, innerhalb eines bestimmten Zeitraums das Land zu verlassen.
Kommen sie der Aufforderung nicht nach, kann eine Abschiebung folgen. Die Voraussetzungen für eine Ausweisung wurden auch unter dem Eindruck der Ereignisse der Silvesternacht von Köln herabgesetzt worden, wie das Blatt schreibt.

- Anzeige -

Im Ausländerzentralregister sind laut Bundesinnenministerium fast 300.000 Ausweisungsverfügungen gespeichert. Von den Betroffenen hielten sich nach den Angaben des Ministeriums zum Stichtag 30. Juni etwa 29.000 noch in Deutschland auf. Die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke kritisierte insbesondere die Ausweisungen von Kindern und Jugendlichen. Laut Bundesregierung sind mehr als 200 Verfügungen gegen Minderjährige ergangen, 93 waren 14 Jahre alt oder jünger. «Gerade diese jungen Menschen, die oft in Deutschland aufgewachsen sind, brauchen pädagogische Hilfe und nicht die Abschiebung in ein Land, das sie nicht kennen und dessen Sprache sie häufig nicht einmal mächtig sind», sagte Jelpke.

 

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
Goldschmiede Patrick Schell in Achern
11.12.2018
Schmuck zu Weihnachten ist ein besonderes Geschenk. Doch welches Stück ist das richtige für einen lieben Menschen? Die Goldschmiede Patrick Schell in Achern gibt hier individuelle Beratung – und als besonderes Highlight: Personalisierte Schmuckstücke und Uhren mit Gravur.
Fachberatung aus Ortenberg
07.12.2018
Smart Home vernetzt das eigene Zuhause und spart Zeit und senkt Energiekosten. Es sorgt aber vor allem für mehr Sicherheit – wenn man die passende Ausrüstung hat. Der Einstieg ist mit dem richtigen Fachmann aber gar nicht schwierig.
Netzwerk Fortbildung
06.12.2018
Die Weiterbildung boomt – und immer mehr Arbeitgeber und Arbeitnehmer erkennen, wie wichtig es ist, sich durch eine Weiterqualifizierung sicher in der Welt zurecht zu finden. Wer eine geeignete Weiterbildung sucht, ist beim „Netzwerk Fortbildung“, dem Weiterbildungsportal des Landes Baden-...
Bodyscan bei Möbel Singler in Lahr
05.12.2018
Der Schlaf ist für den Menschen besonders wichtig. Wer nicht gut schläft, ist morgens müde und nicht fit für den Alltag. Im schlimmsten Fall entstehen sogar dauerhafte Rückenschmerzen. Matratzen mit dem Bodyscan-Liegesystem ändern das, denn sie sind perfekt auf den eigenen Körper abgestimmt.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Die drei Tatorte liegen nur wenige Hundert Meter voneinander entfernt - in einem beliebten Viertel mit vielen Altbauten.
Nürnberg
vor 1 Stunde
Zu sehen ist praktisch nichts mehr. Und trotzdem wissen am Freitagmorgen alle Bescheid: Ein bislang Unbekannter hat am Vorabend im Nürnberger Stadtteil St. Johannis unweit der Kaiserburg drei Frauen niedergestochen und schwer verletzt.
«Der Bedarf wächst schneller als die Zahl der Kita-Plätze. Das ist wie bei Hase und Igel», sagt die SPD-Politikerin.
Berlin
vor 1 Stunde
Der Bundestag hat das sogenannte Gute-Kita-Gesetz verabschiedet. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) betonte im Bundesrat bei der abschließenden Beratung über ihren Gesetzentwurf die Verantwortung des Bundes für die Betreuung in den Kindertagesstätten.
29-jähriger Täter Cherif Chekatt
vor 2 Stunden
In der Straßburger Innenstadt hatte es am Dienstagabend am Weihnachtsmarkt Schüsse gegeben. Dabei wurden drei Menschen getötet und 13 verletzt - fünf lebensgefährlich. Der Täter ist 29 Jahre alt, war de Polizei bekannt, mutmaßlicher Terrorist und heißt Cherif Chekatt. Er wurde am Donnerstagabend...
Wiedereröffnung
vor 2 Stunden
Der Weihnachtsmarkt in Straßburg war seit Dienstagabend geschlossen, da der mutmaßliche Attentäter Chérif C. in der Innenstadt auf Passanten geschossen hat. Der Markt ist am Freitag wiedereröffnet worden. 
Nachrichten
vor 3 Stunden
Zwei Tage lang fragten sich Einsatzkräfte und Bürger: Wo ist Chérif Chekatt? Könnte der mutmaßliche Straßburger Attentäter noch mal zuschlagen? Jetzt ist klar: Chekatt ist tot.
Apple-Chef Tim Cook spricht auf der 40. Internationalen Konferenz der Datenschutzbeauftragten im Europäischen Parlament.
München
vor 4 Stunden
Apple-Chef Tim Cook zeigt sich besorgt, dass eine ausufernde Datensammlung in Internet die Meinungsfreiheit beeinträchtigen könnte.
Marietta und Paul Kamstra genießen die Ruhe.
Kienitz
vor 4 Stunden
Paul und Marietta Kamstra, Weltenbummler aus Holland, hängen mit ihrem Schiff seit mehr als einem halben Jahr auf der Oder fest. Der Grund ist das Niedrigwasser auf dem Fluss an der deutsch-polnischen Grenze.
Das Baustellenfahrzeug war auf der Bundesstraße 26 in den Gegenverkehr geraten und dort mit dem Reisebus kollidiert.
Stockstadt
vor 4 Stunden
Bei einem Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Baustellenfahrzeug in Bayern sind 22 Menschen verletzt worden - vier davon schwer. Noch ist laut Polizeiangaben völlig unklar, warum es zu dem Unfall kam. Ein Sachverständiger, der am Unfallort war, soll nun die Gründe analysieren.
Menschen kommen zur Gedenkstätte für die Opfer des Terroranschlags in Berlin.
Berlin
vor 4 Stunden
Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt haben mehr als 170 Verwandte von Todesopfern und Verletzten insgesamt knapp 3,8 Millionen Euro Entschädigungszahlungen erhalten.
Mit dem Beschluss setzt das Parlament eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem vergangenen Jahr um.
Berlin
vor 5 Stunden
Der Bundestag hat die Einführung einer dritten Geschlechtsoption beschlossen. Neben «männlich» und «weiblich» ist im Geburtenregister künftig auch die Option «divers» für intersexuelle Menschen möglich.
2017 war «Jamaika-Aus» zum «Wort des Jahres» erklärt worden.
Wiesbaden
vor 5 Stunden
Die Gesellschaft für deutsche Sprache gibt heute in Wiesbaden das «Wort des Jahres» bekannt. Eine Expertenjury kürt Begriffe und Wendungen, die das gesellschaftliche Leben eines Jahres sprachlich in besonderer Weise bestimmt haben.
Mehr als 30.000 Teilnehmer und Beobachter waren zu der Konferenz in Kattowitz angereist.
Kattowitz
vor 5 Stunden
Vor dem geplanten Ende der UN-Klimakonferenz in Polen haben Unterhändler und Minister bis in die Nacht über Textentwürfe beraten. Bis kurz vor Schluss waren zentrale Streitpunkte noch ungelöst.