Frankfurt/Main

Bouffier gegen Schäfer-Gümbel - TV-Duell vor der Hessenwahl

Autor: 
dpa
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17. Oktober 2018
Der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel zusammen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier.

Der SPD-Landesvorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel zusammen mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier. ©dpa - Arne Dedert

Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Hessen treten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und sein Herausforderer Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) zu einem TV-Duell im Hessischen Rundfunk an.

Die beiden Parteivorsitzenden werden die knapp einstündige Sendung (20.15 Uhr) nutzen, um ihre Positionen bei den Topthemen Bildung, Wohnen sowie bessere Mobilität in Stadt und Land nochmals vor einem breiten Fernsehpublikum zu präsentieren.
CDU und SPD müssen nach den jüngsten Umfragen mit deutlichen Verlusten im Vergleich zur vorigen Landtagswahl im Jahr 2013 rechnen. Die CDU hat als weiter stärkste Partei im Land zuletzt bei 29 Prozent (2013: 38,3 Prozent) gelegen, die Sozialdemokraten verbuchten 23 Prozent (30,7 Prozent) Zustimmung. Die Landtagswahl hat auch bundespolitisch große Bedeutung, vor allem nach dem Debakel für CSU und SPD bei der Bayernwahl. Je schlechter CDU und SPD in Hessen abschneiden, desto mehr dürften die beiden Bundesvorsitzenden Angela Merkel (CDU) und Angela Nahles (SPD) unter Druck geraten.

Pikant an dem Duell ist, dass nach den letzten Befragungen der Hessen rein rechnerisch neben einem Jamaika-Bündnis von CDU, Grünen und FDP nur eine große Koalition aus CDU und SPD im Land möglich ist. Mit Spannung wird daher erwartet, wie die beiden politischen Kontrahenten bei dem TV-Duell auch persönlich miteinander umgehen werden. Das Verhältnis von Bouffier und Schäfer-Gümbel gilt als angespannt.

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In Hessen regiert derzeit eine Koalition von CDU und Grünen. Das 2013 geschmiedete Bündnis war die erste Landesregierung dieser Art in einem Flächenland. Nach den jüngsten Umfragen reicht es wegen der sinkenden Zustimmung für die CDU nicht mehr für eine Neuauflage. Die FDP hat bereits signalisiert, dass sie sich ein Bündnis mit CDU und Grünen vorstellen kann.

Die Grünen kamen in den jüngsten Umfragen auf 18 Prozent (2013: 11,1) der Stimmen. Viertstärkste Kraft wäre mit 13 Prozent die AfD (4,1), die damit erstmals in den Hessischen Landtag in Wiesbaden einziehen würde. Die Linke lag bei den Befragungen bei 8 (5,2) und die FDP bei 6 Prozent (5,0) Zustimmung.

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