Karlsruhe

Bundesanwälte: Terror-Motiv bei Kölner Geiselnehmer möglich

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
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17. Oktober 2018
Ein Streifenwagen der Polizei am Hauptbahnhof in Köln.

Ein Streifenwagen der Polizei am Hauptbahnhof in Köln. ©dpa - Oliver Berg

Der Geiselnehmer vom Kölner Hauptbahnhof könnte nach Ansicht der Bundesanwaltschaft aus terroristischen Motiven gehandelt haben.

«Nach dem bisherigen Erkenntnisstand liegen zureichende Anhaltspunkte für einen radikal-islamistischen Hintergrund der Tat vor», teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Er beruft sich dabei auf Zeugenangaben. Außerdem soll der 55 Jahre alte Syrer geäußert haben, dass er Mitglied der Terrormiliz «Islamischer Staat» (IS) sei und und zu diesem nach Syrien ausreisen wolle.

Der Mann hatte am Montag einen Brandanschlag auf ein Schnellrestaurant im Kölner Hauptbahnhof verübt und eine Frau als Geisel genommen. Die oberste deutsche Anklagebehörde will nun vor allem klären, ob er die Tat als IS-Mitglied begangen hat oder Kontakt zur Terrororganisation hatte. «Auch wird der Frage nachgegangen, ob bislang unbekannte Tatbeteiligte oder Hintermänner in die Tat eingebunden waren», teilte die Bundesanwaltschaft mit.

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Bei seinem Anschlag auf das Fast-Food-Restaurant hatte der Mann große Mengen Benzin über den Boden gekippt. Eine Überwachungskamera hielt dies fest. Kurz darauf zeigt das Video eine dramatische Explosion: Man sieht nur noch einen einzigen grellen Feuerschein. Eine 14-Jährige erlitt schwere Verbrennungen. Nach der Tat ließ der Mann einen Koffer und eine Aktentasche mit Gaskartuschen und Brandbeschleuniger in dem Schnellrestaurant zurück, flüchtete in eine Apotheke und nahm dort eine Angestellte als Geisel.

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