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Coronavirus: Das muss man wissen – der große Überblick

Autor: 
Barbara Czimmer / Redaktion
Lesezeit 3 Minuten
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27. März 2020

©John Minchillo/AP/dpa © Foto: dpa

Wie schütze ich mich? Warum ist das Virus Sars-CoV-2 so ansteckend? Was ist zu tun, wenn ich Symptome feststelle? Welche Telefonnummern sind wichtig, und wer hilft mir weiter? Hier sind die wichtigsten Fakten.

Seit Dezember 2019 breitet sich das Virus Sars-CoV-2 rasant aus. Was bislang über das Virus und die von diesem ausgelöste Krankheit Covid-19 bekannt ist – hier ist die Übersicht:

Ansteckung über Tröpfchen

Das Virus vermehrt sich vor allem im Rachen. Beim Ausatmen, Sprechen, Niesen oder Husten gelangen die Erreger mit dem Speichel in die Luft und können Menschen infizieren.

Inkubationszeit

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach der Ansteckung bis zu 14 Tagen dauern kann, bis sich die ersten Symptome zeigen. Im Schnitt sind es fünf bis sechs Tage.

Sollte bei Symptomen ein Test veranlasst oder ärztlicher Rat eingeholt werden ?

Ja, wenn

  • man in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem bestätigten Covid-19-Fall hatte,
  • man in einem Risikogebiet war,
  • eine Vorerkrankung besteht, Atemnot oder hohes Fieber auftritt,
  • wenn man bei der Arbeit mit Menschen in Kontakt kommt, die ein hohes Risiko für schwere Erkrankung haben (Altenpflege, Krankenhaus)

Ein Test bei Symptomfreiheit ist nicht sinnvoll, da der Virus so nicht sicher nachgewiesen wird. Schnelltests, die Antikörper nachweisen, gelten als nicht sicher.

Auf jeden Fall gilt das Gebot schon vor dem Test sich selber zu isolieren, einen Zwei-Meter-Abstand einzuhalten und um andere zu schützen, einen Mund-Nasenschutz zu tragen.

Risikogruppen

Ein steigendes Risiko für schwere Verläufe habenältere Menschen ab 50 Jahren, Raucher, sowie Personen mit organischen Vorerkrankungen, wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Leberleiden, Asthma, Krebs oder Immunschwäche. Das Durchschnittsalter der bisher in Deutschland erfassten Erkrankten liegt bei 45 Jahren, bei verstorbenen Patienten bei 82 Jahren. Doch auch junge Menschen können schwer erkranken.

Behandlung, Impfstoffe

Mindestens 80 Prozent der Infekte mit dem Coronavirus verlaufen mild und bedürfen keiner Behandlung. Eine gegen das Virus selbst gezielte Therapie besteht derzeit nicht. Derzeit prüfen einige Biotech-Unternehmen Impfstoffe, die aber noch nicht zugelassen sind. Parallel arbeiten Forscher daran, Antikörper aus dem Blutplasma von Patienten zu entwickeln, welche die Krankheit überstanden haben. Die könnten Patienten als passive Impfung verabreicht werden.

Medikamente

Echte Wirkstoffe fehlen noch. Untersucht werden meist Medikamente, die bei anderen Krankheiten bereits erprobt sind. Vielversprechend ist der Ebola-Wirkstoff Remdesivir.

Coronaviren

Erste Coronaviren wurden Mitte der 1960er Jahre identifiziert, Sars-CoV-2 im Januar 2020.

 

Die Verbreitung des Coronavirus

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Wie viele Personen ein Infizierter anstecken könnte

 

 

 

Die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen

Mit einer langsameren Ausbreitung können z. B. Ärzte, Kliniken, Labore und Gesundheitsämter besser umgehen.

 

 

 

Grüßen mit Abstand

In Zeiten von Corona sollte auf das klassische Händeschütteln verzichtet werden. So kann man sich auch begrüßen:

  • Ellbogen an Ellbogen
  • Fuß gegen Fuß
  • Hand ans Herz und verbeugen
  • In die Augen schauen und lächeln („Merkel-Gruß“)
  • Hand heben und die Finger zwischen Ring- und Mittelfinger so spreizen, dass ein V entsteht („Vulkanier-Gruß“)
  • Handinnenflächen vor der Brust aneinanderlegen („Namaste-Gruß“)

 

Wann wir uns die Hände waschen sollen

Immer nach dem …

  • nach Hause kommen
  • Kontakt mit Abfällen
  • Naseputzen, Husten oder Niesen
  • Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder Kot

Immer vor dem …

  • Einnehmen von Mahlzeiten oder Medikamenten
  • Hantieren mit Kosmetika

Immer vor und nach …

  • der Behandlung von Wunden
  • dem Kontakt mit Kranken
  • dem Besuch der Toilette; auch nach dem Windelwechseln oder wenn einem Kind beim Toilettengang geholfen wurde
  • der Zubereitung von Speisen, insbesondere beim Verarbeiten von rohem Fleisch und Fisch

 

 

Verlauf und Meldekette

 

Info

Wichtige Rufnummern

Gesundheitsamt Bürgertelefon 

Badstraße 20
77652 Offenburg
Telefon: 0781 805-9695

Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg

  • Telefon 116117
  • Montag bis Freitag, 8 bis 16 Uhr

Hotline des Bundesministeriums für Gesundheit

  • Telefon 030 / 346 465 100
  • Montag bis Donnerstag, 8 bis 18 Uhr, freitags von 8 bis 12 Uhr

Hotline der Unabhängigen Patientenberatung

  • Telefon 0800 / 011 77 22

Robert Koch-Institut
… unter der Internetadresse www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html sind alle wichtigen Informationen zum Virus zusammengefasst und ständig aktualisiert.

Auswärtiges Amt
Das Amt gibt Reisewarnungen heraus und informiert über Rückholprogramme für deutsche Reisende in besonders betroffenen Gebieten unter der Internetadresse www.auswaertiges-amt.de/de/ 

Das Bundesinnenministerium
… informiert unter dem Thema Bevölkerungsschutz über das Coronavirus, Schutzmaßnahmen sowie über Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen und ist im Internet unter www.bmi.bund.de zu finden.

Info

Anlaufstelle für Corona-Verdachtsfälle

Im Ortenaukreis werden die indizierten Testungen dezentral vorgenommen und vom Hausarzt veranlasst.

Ist ein Test auf COVID 19 sinnvoll, erfolgt durch die Arztpraxis eine Faxmeldung an ein ärztliches Koordinatorenteam. Dieses Team vereinbart telefonisch mit den Patienten Ort und Zeitpunkt der Testung. Alle ärztlichen Praxen im Ortenaukreis können Testungen auf diesem Weg veranlassen oder auch selbst in der eigenen Praxis indizierte Testungen vornehmen.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung im Ortenaukreis ist außerhalb der Öffnungszeiten der Hausärzte unter der 116117 zu folgenden Zeiten erreichbar: Montag, Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag Mittwoch und Freitag ab 13 Uhr bis 8 Uhr am Folgetag, sowie an den Wochenenden und Feiertagen.

Tagsüber ist die landesweite Telefonnummer 116117 als Terminservicestelle und für weitere Vermittlungsangebote durch die Kassenärztliche Vereinigung BadenWürttemberg erreichbar. Unter der 116117 oder direkt über das Gesundheitsamt werden keine Testungen veranlasst, das ist Sache der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

Alle aktuellen Informationen sind auch auf der Homepage des Landratsamts www.ortenaukreis.de/corona zusammengefasst. Dort beantwortet auch der Chatbot „Ortena“ Fragen zum Coronavirus.

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