Virtuelle Ausstellung

Die vergessenen Stars der DDR

Autor: 
Marko Schumacher
Lesezeit 2 Minuten
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25. November 2021
1980 gewann

1980 gewann ©Foto: imago/Werner Schulze

Die Ausstellung „Sporthelden – erinnert oder vergessen?“ in Stuttgart widmet sich dem Umgang mit früheren Olympiasiegern aus Ostdeutschland. Pandemiebedingt sind nur virtuelle Touren möglich.

Stuttgart - Auch als zweimalige Olympiasiegerin wusste die Speerwerferin Ruth Fuchs aus Jena genau, wem sie zum größten Dank verpflichtet war: dem Staatsratsvorsitzenden der DDR. Beim Empfang in Ost-Berlin bekam daher nicht die Goldmedaillengewinnerin von 1972 und 1976 Geschenke – sie selbst war es, die Erich Honecker feierlich einen Strauß Blumen überreichte.

Als Dokument der Zeitgeschichte hängt ein Schwarz-Weiß-Foto dieser eigenwilligen Zusammenkunft nun in den Räumlichkeiten des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden Württemberg (LfDI) in der Stuttgarter Innenstadt. Es ist Teil der Ausstellung „Sporthelden – erinnert oder vergessen?“, die sich mit dem Umgang mit Olympiasiegern aus dem Arbeiter- und Bauernstaat beschäftigt.

Olympiasieger äußern sich im Livestream zur Ausstellung

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LfDI-Referent Marc Kopp, selbst ehemaliger Leistungssportler, hat eine Fülle von Exponaten zusammengetragen: die Siegerurkunde der Sprinterin Marlies Göhr etwa; oder die zerknitterte Teilnehmerurkunde des Diskuswerfers Wolfgang Schmidt von seinem vierten Platz in Moskau 1980, die der Berliner wie alles andere zurücklassen musste, als 1987 seinem Ausreiseantrag in der Bundesrepublik stattgegeben wurde.

Die Ausstellung wird an diesem Freitag (17.30 Uhr) durch den Landesbeauftragten Stefan Brink eröffnet und läuft bis 10. Dezember. Pandemiebedingt sind nur virtuelle Touren möglich; auch die begleitenden Veranstaltungen müssen ohne Publikum stattfinden und werden daher online gestreamt. Zu Gast sind dabei am 4. Dezember (20 Uhr) unter anderem die Kugelstoß-Olympiasieger Udo Beyer und Ilona Slupianek, am 8. Dezember (18 Uhr) der Doping-Journalist Hajo Seppelt und Nada-Chef Lars Mortsiefer sowie am 10. Dezember (18 Uhr) der ehemalige Kunstturner und Politiker Eberhard Gienger.

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