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Nintendo lässt Mario aufs Handy

Autor: 
dpa/bek/ba
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13. Oktober 2016

Mario wird auf dem Handy mit einer Hand gesteuert: Er läuft von alleine durch die Level. ©dpa

Das kommt pünktlich zu Weihnachten: Mit »Super Mario Run« fürs iPhone wird man ab Dezember erstmals mit dem berühmten Nintendo-Maskottchen Mario auf dem Handy spielen können statt auf einer Nintendo-Spielkonsole. Das gab es noch nie.

Da wundert es wenig, dass nach dieser Ankündigung die Aktie des japanischen Unternehmens um gut 13 Prozent nach oben sprang – dabei ist weiterhin offen, wie viel Geld Nintendo im Geschäft mit Smartphone-Spielen verdienen kann. Denn es läuft anders als das gewohnte Geschäftsmodell bei Konsolen.

Dort kostet ein Spiel 40 bis 60 Euro. Bei »Super Mario Run« wird Nintendo hingegen wie in der Branche üblich einen Teil des Games kostenlos spielen lassen – und erst den Rest für ein paar Euro kostenpflichtig machen.

Neu sein wird, dass Mario von selbst durch die Level läuft – lediglich den Zeitpunkt des Sprungs bestimmt der Spieler. Mario steuert sich also mit nur einer Hand. Unterwegs trifft er auf alte Bekannte: Pilze, Münzen und Monster.

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Nintendo hatte kaum eine andere Wahl, als auf das Smartphone als Plattform einzugehen. Immer mehr Leute spielen mobil, während die Verkäufe der Nintendo-Konsolen schwächeln. So fielen die Verkaufszahlen der verschiedenen mobilen DS-Konsolen, die direkt mit den Smartphones konkurrieren, zuletzt im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr um gut 22 Prozent auf 6,79 Millionen Geräte. Und mit 48,5 Millionen DS-Spielen wurde fast ein Drittel weniger verkauft als ein Jahr zuvor.

Vorerst nur fürs iPhone

Das »Mario«-Spiel soll im Dezember in 100 Ländern erscheinen, zunächst aber nur fürs iPhone. Bis Ende März will Nintendo insgesamt vier Smartphone-Apps auf den Markt bringen. Die erste war die Chat-Anwendung »Miitomo«, gefolgt von »Pokémon Go«. 

Zugleich arbeitet Nintendo aber auch weiter an der nächsten Konsole mit dem Codenamen NX. Über deren Konzept schweigt die Firma aber noch. Laut Gerüchten soll das System sowohl unterwegs als auch zu Hause am Fernseher verwendbar sein. Erscheinen soll es im März.