Krieg im Nahen Osten

EU-Kommission zahlt weitere 68 Millionen Soforthilfe an Palästinenser

red/dpa
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
01. März 2024
Das Hauptquartier der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) in Gaza

Das Hauptquartier der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) in Gaza ©Foto: dpa/Ashraf Amra

In diesem Jahr will die EU-Kommission weitere 68 Millionen Euro Soforthilfe an die Palästinenser zahlen. Außerdem sollen nächste Woche bereits geplante 50 Millionen Euro an das in die Kritik geratene UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA ausgezahlt werden. 

Die EU-Kommission will in diesem Jahr weitere 68 Millionen Euro als Soforthilfe für die Palästinenser zahlen. Das Geld solle an internationale Partner wie das Rote Kreuz und den Roten Halbmond gehen, teilte die Brüsseler Behörde am Freitag mit. Außerdem sollen nächste Woche bereits geplante 50 Millionen Euro an das in die Kritik geratene UN-Palästinenserhilfswerk UNRWA ausgezahlt werden.

{"@context":"http://schema.org","@type":"VideoObject","name":"Gaza: Schwere Vorwürfe gegen Israel nach „Tragödie“ rund um Hilfskonvoi","description":"Israel sieht sich mit massiven Vorwürfen wegen der tödlichen Katastrophe bei der Ankunft eines Hilfsgüterkonvois am Donnerstag im nördlichen Gazastreifen konfrontiert.\n\nFrankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich am Freitag auf der Plattform X empört über die Bilder, „die uns aus Gaza erreichen, wo Zivilisten von israelischen Soldaten ins Visier genommen wurden“.\n\nDer palästinensische UN-Botschafter Riad Mansur warf Israel die vorsätzliche Tötung von Palästinenser:innen vor.\n\nSeine Behauptungen ließen sich zunächst ebenso wenig unabhängig überprüfen wie die Angaben von israelischer Seite. \n\nDer israelische Armeesprecher Daniel Hagari wies die Vorwürfe zurück: „Es gab keinen Angriff des israelischen Militärs auf den Hilfskonvoi.“\n\nDer von der islamistischen Terrororganisation Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen zufolge sollen bei dem Vorfall mehr als einhundert Menschen getötet und mehrere Hunderte verletzt worden sein. Die genauen Hintergründe sind weiterhin unklar.\n","thumbnailUrl":"https://imageservicethumbs.glomex.com/dC1icTAxNTZjbDZvMmgvMjAyNC8wMy8wMS...","duration":"PT3M45S","uploadDate":"2024-03-01T11:35:56.000Z","contentUrl":"https://video-websearch-indexing.mes.glomex.cloud/cb559e/v-czidkoxz74ih.mp4","embedUrl":"https://player.glomex.com/integration/1/iframe-player.html?integrationId...","provider":{"@type":"Organization","name":"glomex GmbH","logo":{"@type":"ImageObject","url":"https://player.glomex.com/logo_v@2x.png","width":136,"height":146}}}

 

- Anzeige -

„Unschuldige Palästinenser sollten nicht den Preis für die Verbrechen der Terrorgruppe Hamas zahlen müssen“, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einer Mitteilung. „Sie sind mit schrecklichen Bedingungen konfrontiert, die ihr Leben gefährden, weil sie keinen Zugang zu ausreichender Nahrung und anderen Grundbedürfnissen haben. Deshalb verstärken wir unsere Unterstützung für sie in diesem Jahr um weitere 68 Millionen Euro.“

16 Länder hatten zuletzt ihre Zahlungen an UNRWA eingefroren

16 Länder hatten zuletzt ihre Zahlungen an UNRWA eingefroren. Vorausgegangen waren israelische Vorwürfe, wonach einige Mitarbeiter der Organisation an den Massakern in Israel am 7. Oktober beteiligt gewesen sein sollen. Die EU arbeite konstruktiv mit dem Hilfswerk daran, interne Kontrollen zu stärken und das Personal zu überprüfen, hatte der für humanitäre Hilfe und Krisenmanagement zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic zuletzt gesagt.

UNRWA wurde 1949 von der UN-Generalversammlung ins Leben gerufen und kümmert sich seitdem speziell um die Belange palästinensischer Flüchtlinge und betreibt unter anderem Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Insgesamt arbeiten mehr als 30 000 Menschen für die Organisation, etwa 13 000 allein im Gazastreifen.

Humanitäre Hilfe der EU-Kommission in Höhe von 82 Millionen Euro war für dieses Jahr bereits vorgesehen. 

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Auch das Handwerk zeigt bei der Berufsinfomesse (BIM), was es alles kann. Hier wird beispielsweise präsentiert, wie Pflaster fachmännisch verlegt wird. 
    13.04.2024
    432 Aussteller informieren bei der Berufsinfomesse Offenburg
    Die 23. Berufsinfomesse in der Messe Offenburg-Ortenau wird ein Event der Superlative. Am 19. und 20. April präsentieren 432 Aussteller Schulabsolventen und Fortbildungswilligen einen Querschnitt durch die Ortenauer Berufswelt. Rund 24.000 Besucher werden erwartet.
  • Der Frühling steht vor der Tür und die After-Work-Events starten auf dem Quartiersplatz des Offenburger Rée Carrés.
    12.04.2024
    Ab 8. Mai: Zum After Work ins Rée Carré Offenburg
    In gemütlicher Runde chillen, dazu etwas Leckeres essen und den Tag mit einem Drink ausklingen lassen? Das ist bei den After-Work-Events im Rée Carré in Offenburg möglich. Sie finden von Mai bis Oktober jeweils von 17 bis 21 Uhr auf dem Quartiersplatz statt.
  • Mit der Kraft der Sonne bringt das Unternehmen Richard Neumayer in Hausach den Stahl zum Glühen. Einige der Solarmodule befinden sich auf den Produktionshallen.
    09.04.2024
    Richard Neumayer GmbH als Klimaschutz-Pionier ausgezeichnet
    Das Hausacher Unternehmen Richard Neumayer GmbH wurde erneut für seine richtungsweisende Pionierarbeit für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Die familiengeführte Stahlschmiede ist "Top Innovator 2024".
  • Sie ebnen den Mitarbeitern im Hausacher Unternehmen den Weg zur erfolgreichen Karriere (von links): Linda Siedler (Personal und Controlling), Patrick Müller (Teamleiter Personal), Arthur Mraniov (Pressenführer Schmiede) und Heiko Schnaitter (Leiter Schmiede und Materialzerkleinerung).
    09.04.2024
    Personal entwickelt sich mit ökologischer Transformation
    Als familiengeführtes Unternehmen baut die Richard Neumayer GmbH auf Transparenz, kurze Wege und Nähe zu den Mitarbeitern. Viele Produkthelfer und Quereinsteiger haben es auf diese Weise in verantwortungsvolle Positionen geschafft.