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Experten veröffentlichen Details zur Zecken-Lage im Südwesten

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dpa/lsw
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17. Februar 2020

©Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa ©Foto: dpa

Die Zahl der durch Zeckenstiche übertragenen FSME-Erkrankungen ist zwar gesunken. Entwarnung geben die Experten trotzdem nicht - das Risiko bleibe groß. Und es werde nicht genug geimpft.

An der von Zecken übertragenen Infektionskrankheit FSME sind in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr deutlich weniger Menschen erkrankt als in den Jahren zuvor. Und das, obwohl die Zecken durchaus aktiv waren. Über die Gründe für diesen ungewöhnlichen Trend und über die Zecken-Lage in Deutschland wollen Wissenschaftler der Universität Hohenheim in Stuttgart am Montag (11.00 Uhr) informieren.

Denn auch bundesweit ist die Zahl der Fälle stark gesunken - vor allem durch den baden-württembergischen Rückgang. »Nachdem 2018 noch 607 Fälle von FSME-Erkrankungen gemeldet wurden, liegt die Zahl 2019 bei 462, also 145 Fälle weniger«, sagte die Zeckenexpertin Ute Mackenstedt von der Uni Hohenheim.

Gehirnentzündung 

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Die Wissenschaftlerin hatte zudem dazu aufgerufen, verdächtige Zecken zur Untersuchung einzusenden, um mehr über die steigende Zahl tropischer Exemplare in Deutschland zu erfahren. Die Arten der Zeckengattung Hyalomma sind eigentlich in Afrika, Asien und Südeuropa heimisch, sie zeigen sich aber zunehmend auch in Deutschland. In ihrem eigentlichen Verbreitungsgebiet ist Hyalomma dafür bekannt, den Erreger des sogenannten Krim-Kongo Hämorrhagischen Fiebers, des Arabisch Hämorrhagischen Fiebers und einer Form des Zecken-Fleckfiebers (Rickettsien) zu übertragen. Ergebnisse der Einsendungen will die Parasitologin am Montag präsentieren.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird durch Stiche der Zecken übertragen. In besonders schweren Fällen kann es zur Gehirnentzündung und zur Schädigung des Rückenmarks kommen. Im Extremfall verläuft die Krankheit tödlich. Eine Grundimmunisierung mit insgesamt drei Impfungen bietet dem Landesgesundheitsamt zufolge zuverlässigen Schutz gegen FSME. Die Impfquote liegt laut Schuleingangsuntersuchung aber nur bei knapp über 20 Prozent.

Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes in Stuttgart ist fast der ganze Südwesten Risikogebiet - mit Ausnahme von Heilbronn. Die meisten FSME-Fälle bundesweit gab es bislang in Baden-Württemberg und Bayern.

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