Wetter am Wochenende

Gewittergefahr in westdeutschen Katastrophengebieten

Autor: 
red/dpa
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22. Juli 2021
Nordrhein-Westfalen, Heimerzheim: Eine Straße im Ortskern wurde vor einer Woche überflutet. In unserer Galerie sehen Sie weitere Bilder der Unwetterkatastrophe.

(Bild 1/34) Nordrhein-Westfalen, Heimerzheim: Eine Straße im Ortskern wurde vor einer Woche überflutet. In unserer Galerie sehen Sie weitere Bilder der Unwetterkatastrophe. ©Foto: dpa/Jonas Güttler

In den westdeutschen Katastrophengebieten bereiten die Wetteraussichten für die nächsten Tage Sorgen. Es könne erneut Starkregen geben, sagt der Deutsche Wetterdienst. Doch welche Gebiete genau könnte der treffen?

Offenbach/Berlin - Gut eine Woche nach der Flutkatastrophe blicken die Menschen in den betroffenen westdeutschen Gebieten mit Sorgen auf die Wetteraussichten für das Wochenende. Schauerartiger Regen und Gewitter werden in Rheinland-Pfalz und auch im Saarland erwartet. Es könne erneut Starkregen geben, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Donnerstag - wo genau, sei derzeit aber noch nicht genau vorherzusagen. Nach einigen Tagen Sonnenschein drohen auch in Nordrhein-Westfalen am Wochenende wieder Schauer und Gewitter mit Starkregen. „Es kann theoretisch und punktuell in den Unwetterbereich gehen“, hieß es vom DWD.

Die Bewölkung in Rheinland-Pfalz ziehe am Samstag auf, so die Meteorologin. Am Mittag gebe es zunächst im Westen schauerartigen Regen, am Nachmittag sei dann das ganze Gebiet betroffen. Auch am Sonntag können sich im Laufe des Tages örtlich Gewitter bilden. Am Freitag scheine in NRW zunächst noch die Sonne, vor allem im Südwesten. Am Samstag soll laut DWD von Südwesten dann Bewölkung aufziehen. Zunächst regne es in der Eifel, im Laufe des Nachmittags breiteten sich die Niederschläge aus. An beiden Tagen müsse man mit Gewittern rechnen, berichtete die Meteorologin. 

Verheerende Flut in Rheinland-Pfalz und NRW

Vorige Woche hatte ein Unwetter mit Starkregen eine verheerende Flut in Rheinland-Pfalz und NRW ausgelöst: Bei der Hochwasser-Katastrophe kamen nach bisherigen Erkenntnissen mehr als 170 Menschen ums Leben. Teile der Region Ahrweiler haben noch immer weder Wasser noch Strom.

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An diesem Donnerstag will sich die Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ein Bild von der Lage in Rheinland-Pfalz machen: Gerda Hasselfeldt wird in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine ambulante Arztpraxis des DRK besuchen (11.00 Uhr). Sie will zudem ein erstes Fazit des bisherigen Einsatzes ziehen, auf die kommenden Wochen blicken und sich dazu äußern, wie gut Deutschland auf solche Katastrophen vorbereitet ist. Kürzlich hatte Hasselfeldt bereits eine bessere Prävention gefordert und darauf verwiesen, dass Wetterextreme in den nächsten Jahren zunehmen werden.

Nordrhein-westfälisches Kabinett berät über Soforthilfen

Das nordrhein-westfälische Kabinett berät ab 11.00 Uhr über Folgen der Unwetterkatastrophe und Soforthilfen. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte bereits angekündigt, dass NRW 200 Millionen Euro Soforthilfe für die Opfer bereitstellen werde und eine schnelle Abwicklung der Auszahlungen zugesagt. Weitere Hilfen kommen vom Bund.

Auf dem Fuhrpark des Nürburgrings ist unterdessen das Basislager für den Einsatz von Technischem Hilfswerk, Feuerwehr, Rettungsdiensten und Bundeswehr für das Katastrophengebiet im Ahrtal entstanden. Mit 4500 bis 4700 Helfern wurde in der Nacht zum Donnerstag auf dem Gelände gerechnet, sagte Einsatzleiter Heinz Wolschendorf.

Im Katastrophengebiet Erftstadt-Blessem in Nordrhein-Westfalen dürfen einige Anwohner voraussichtlich schon von Donnerstag an dauerhaft in ihre Häuser zurück. Voraussetzung sei, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Dies werde ab dem Vormittag vom Geologischen Dienst überprüft. Ist dies geschehen, müsse „den Blessemer Bürgern auch die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Häuser und Wohnungen wieder dauerhaft zu betreten, insbesondere um Aufräumarbeiten zu leisten“, sagte Rock.

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