Stuhr

Gladbecker Geiseldrama: Landeschefs besuchen Grab

Autor: 
dpa
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16. August 2018
Das Grab der getöteten Silke Bischoff auf dem Friedhof in Heiligenrode.

Das Grab der getöteten Silke Bischoff auf dem Friedhof in Heiligenrode. ©dpa - Carmen Jaspersen

Mit Kranzniederlegungen gedenken Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bremens Regierungschef Carsten Sieling (SPD) heute der Opfer des Gladbecker Geiseldramas, bei dem vor 30 Jahren drei Menschen ums Leben kamen.

Gemeinsam mit einer Ministerin der niedersächsischen Landesregierung besuchen sie das Grab von Silke Bischoff auf dem Friedhof Heiligenrode in Stuhr bei Bremen. Die 18-Jährige war von einem der Geiselnehmer erschossen worden.
Am 16. August 1988 hatten Dieter Degowski und Hans-Jürgen Rösner in Gladbeck (Nordrhein-Westfalen) eine Bankfiliale überfallen und Geiseln genommen. Anschließend flohen sie quer durch Deutschland - live verfolgt von Fernsehen und Radio. In Bremen kaperten sie am 17. August 1988 einen Linienbus mit 32 Passagieren im Stadtteil Huckelriede.

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Zwei der Businsassen wurden von den Geiselnehmern getötet. Der 15-jährige Italiener Emanuele de Georgi wurde von Degoswki im Bus erschossen, Bischoff später von Rösner bei einer Polizeiaktion auf der Autobahn 3 bei Bad Honnef am 18. August. Dort wurde die Geiselnahme beendet. Das dritte Opfer war ein Bremer Polizeibeamter, der bei dem Einsatz bei einem Verkehrsunfall starb.
In Bremen soll noch in diesem Jahr in Absprache mit den Angehörigen und dem Ortsbeirat Huckelriede über einen Erinnerungsort in der Nähe des Busbahnhofs entschieden werden. Es gibt zwei Vorschläge, die aber noch offen sind. Es solle eher «schlicht und puristisch» werden, hieß es.

In Süditalien wird am Freitag auf dem Friedhof der Stadt Surbo ein Kranz für Emanuele de Georgi niedergelegt. Bremens Bürgermeister Sieling bat die deutsche Botschaft in Italien um Mithilfe und schickte ein Kondolenzschreiben an die Familie.
Diese Woche hatte Laschet die Angehörigen der drei Todesopfer und die weiteren Opfer um Vergebung gebeten. «Es ist die oberste Pflicht des Staates, seine Bürger zu schützen. Dies ist ihm in Gladbeck und in den Stunden danach unter dramatischen Umständen nicht gelungen», hatte er der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» gesagt.

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