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Griechische Regierung verschärft Druck auf ungeimpfte Bürger

Autor: 
red/dpa
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juli 2021

Ein Strand in Athen. ©Foto: Lefteris Partsalis/Xinhua/dpa

»Wir werden das Land wegen der Haltung einiger nicht wieder schließen«, sagt der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis und verschärft die Maßnahmen. Wer ungeimpft ist, hat künftig das Nachsehen.

In Griechenland dürfen sich die Menschen künftig nur noch in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten, wenn sie gegen Corona geimpft sind. Das gab der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis am Montagabend bekannt.

Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen - sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden. »Wir werden das Land wegen der Haltung einiger nicht wieder schließen«, sagte der Premier bei einer Ansprache im Staatsfernsehen.

Intensivpatienten »zu 99 Prozent nicht geimpft«

Die Patienten auf den Intensivstationen seien »zu 99 Prozent nicht geimpft«, begründete Mitsotakis die Maßnahme. Griechenland sehe sich wie auch andere Länder einer doppelten Bedrohung ausgesetzt: Der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus und ungeimpften Menschen.

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»Dabei ist nicht Griechenland gefährdet, sondern die Ungeimpften sind es«, sagte Mitsotakis. Die Impfpflicht gilt künftig auch für alle Wehrpflichtigen.

Nachtleben als Ursache

Die Zahl der Neuinfektionen war in Griechenland in den vergangenen zehn Tagen nach umfassenden Lockerungen in die Höhe geschnellt. Die Ursache sehen die Corona-Experten vor allem im Nachtleben und bei feiernden Jugendlichen. Die 14-Tage-Inzidenz lag für Griechenland nach Angaben der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC zuletzt bei etwas mehr als 70 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in zwei Wochen. 

Als Anreiz, sich impfen zu lassen, erhalten junge Leute in Griechenland künftig eine Bezahlkarte im Wert von 150 Euro. Das Angebot richtet sich an 940.000 junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren. Insgesamt sind dafür bis zu 141 Millionen Euro eingeplant. Ziel ist, dass in dem 11-Millionen-Einwohner-Land bis Ende Juli knapp 60 Prozent der Bevölkerung voll geimpft sind.

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