Ismaning

Handy als Autoschlüssel: Allianz fordert Sicherheitsstandard

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
16. April 2018
Smartphone als Autoschlüssel? - Die Allianz erwartet, dass das in einigen Jahren Standard sein wird.

Smartphone als Autoschlüssel? - Die Allianz erwartet, dass das in einigen Jahren Standard sein wird. ©dpa - Franziska Gabbert

Europas größter Versicherer Allianz fordert einen einheitlichen Sicherheitsstandard für die erwartete Ablösung des Autoschlüssels durch das Handy.

In den nächsten drei bis fünf Jahren werde sich die Verwendung des Handys als «virtueller Autoschlüssel» durchsetzen, prophezeiten Fachleute des Unternehmens im Münchner Vorort Ismaning. Damit davon nicht Autodiebe profitieren, plädiert der Konzern dafür, die Sicherheitsanforderungen für die Autoindustrie festzuschreiben.

Als erster Hersteller bietet derzeit Mercedes die Verwendung des Smartphones als Autoschlüssel an. «Wir glauben, dass das in drei, vier, fünf Jahren auf breiter Basis angeboten wird», sagte Christoph Lauterwasser, der Leiter des Allianz-Zentrums für Technik. Zu den Forderungen der Allianz gehört, dass der virtuelle Fahrzeugschlüssel nicht kopierbar sein soll. Nur der Halter oder eine andere verantwortliche Instanz sollen Fahrberechtigungen für weitere Handys erteilen können - und diese auch wieder einkassieren können. Datenübertragung zwischen Handy und Auto soll durch besonders starke Verschlüsselung geschützt werden. Das System soll nach Allianz-Vorstellungen außerdem eine Protokollfunktion haben, mit der nachgewiesen werden kann, wer das Auto wann fuhr.

- Anzeige -

Die Allianz hatte bereits Anfang der 1990er Jahre ihr Gewicht in die Waagschale geworden, um wegen der damals rasant gestiegenen Zahl von Autodiebstählen die heute übliche elektronische Wegfahrsperre durchzusetzen. «In einer ganz ähnlichen Dimension schauen wir auf den virtuellen Schlüssel», sagte Jochen Haug, Vorstandsmitglied bei der Allianz Versicherungs-AG.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Zukunftvision: Die Animation zeigt eine Rakete, die aus dem Weltraumbahnhof an der Halbinsel A'Mhoine in der schottischen Grafschaft Sutherland startet. Foto. PRNewsfoto/Lockheed Martin
London
vor 9 Stunden
In Schottland soll der erste Weltraumbahnhof auf europäischem Boden entstehen. Das teilte die britische Weltraumagentur UK Space Agency am Montag mit.
48 Prozent der Befragten gaben in der repräsentativen Studie an, die Inhalte nicht genau zuordnen zu können.
Berlin
vor 12 Stunden
Viele Nutzer sozialer Netzwerke haben einer Studie des Digitalverbands Bitkom zufolge Schwierigkeiten, zwischen Werbung und inhaltlichen Beiträgen zu unterscheiden.
Der Schriftzug «The Whole World is Watching» wird an eine Wand am Präsidentenpalast in Helsinki projiziert.
Helsinki
vor 14 Stunden
Wenn die Präsidenten der USA und Russland sich treffen, ist das immer ein Gipfel der Schwergewichte, der unter besonderer Beobachtung steht. Umso mehr, wenn sie Donald Trump und Wladimir Putin heißen.
Sami A. wurd am vergangenen Freitag mit einer Chartermaschine von Düsseldorf aus in sein Heimatland Tunesien gebracht.
Düsseldorf/Tunis
vor 14 Stunden
Nach hitzigen Debatten über die möglicherweise unrechtmäßige Abschiebung des islamistischen Gefährders Sami A. wird nun eine gerichtliche Klärung erwartet.
Bundesgesundheitsminister und CDU-Politiker Jens Spahn.
Berlin
vor 14 Stunden
Um den Pflegeberuf attraktiver zu machen, muss es aus Sicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Beschäftigten künftig Tarifverträge geben. Ziel sei «Tarifgebundenheit in allen Einrichtungen», sagte der CDU-Politiker im «Morgenmagazin» des ZDF.
Rauchwolken nach einem Angriff auf Ziele im Gazastreifen: Am Wochenende eskalierte der Konflikt zwischen Israel und militanten Palästinensern.
Damaskus
vor 14 Stunden
Bei Luftangriffen auf einen iranischen Stützpunkt im Norden Syriens sind nach Angaben von Menschenrechtlern neun Menschen getötet worden.
Eine Seeanemone im Zentralpazifik. Der Abbau von Rohstoffen bedroht die Lebewesen in der Tiefsee.
Gland
vor 15 Stunden
Mit dem Abbau von Rohstoffen in Tiefseeregionen drohe schwerer Schaden für die Meereslebewesen, warnt die Weltnaturschutzunion (IUCN).
Sanitäter tragen Kinder von Bord eines Schiffes der italienischen Küstenwache.
Rom
vor 15 Stunden
Die Flüchtlinge, die auf zwei Rettungsschiffen vor Italien ausgeharrt hatten, dürfen nun an Land. Die Anlandung habe in Pozzallo auf Sizilien gegen Mitternacht begonnen, berichteten italienische Medien unter Berufung auf Regierungskreise.
Der Altenpfleger Ferdi Cebi während seiner Arbeit im St. Johannisstift Altenheim.
Paderborn
vor 17 Stunden
Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht heute einen Altenpfleger in Paderborn und löst damit ein Versprechen aus dem Wahlkampf ein.
Chinas Ministerpräsident Li Keqiang (m.), Jean-Claude Juncker (r.), Präsident der Europäischen Kommission, und Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates.
Peking
vor 18 Stunden
Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat in Peking der jährliche EU-China-Gipfel begonnen.
Sandinistische Unterstützer warten in Masaya auf die Ankunft von Daniel Ortega, Präsident Nicaraguas.
Nachrichten
vor 18 Stunden
Managua (dpa) - Die EU hat sich besorgt über die eskalierende Gewalt in Nicaragua gezeigt. Die Angriffe auf Studenten und Zivilisten sowie die Verzögerung bei der Bereitstellung medizinischer Hilfe seien bedauerlich, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini.
Kreml-Chef Wladimir Putin (l.) und US-Präsident und Donald Trump bei einem Gespräch auf dem G20-Gipfel in Hamburg.
Helsinki
vor 18 Stunden
In wenigen Stunden treffen sich US-Präsident Donald Trump und Kremlchef Wladimir Putin in Helsinki. Ob das mit Spannung erwartete Treffen am Montag konkrete Ergebnisse bringen wird, scheint allerdings zumindest fragwürdig.