Berlin

Klimawandel verschärft die Gefahr von Katastrophen

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
12. September 2019
Eine schwangere Frau aus Somalia in der Nähe eines UNHCR Flüchtlingslagers in Kenia.

Eine schwangere Frau aus Somalia in der Nähe eines UNHCR Flüchtlingslagers in Kenia. ©dpa - Jerome Delay/AP

Der Klimawandel verschärft Probleme mit der Wasserversorgung und erhöht die Verwundbarkeit von Gesellschaften.

Bei extremen Naturereignissen wie einer Überschwemmung oder einem Wirbelsturm entstehe in Ländern mit schlechter Wasserversorgung wahrscheinlicher eine Katastrophe, stellt der in Berlin veröffentlichte Weltrisikobericht 2019 fest.

«Gerade in Entwicklungsländern muss die Politik dringend handeln und allen Haushalten sicheren Zugang zu sauberem Wasser verschaffen», forderte Peter Mucke, Geschäftsführer des Bündnis Entwicklung Hilft, zur Veröffentlichung. «Nach extremen Naturereignissen muss die Wasserversorgung schnell wiederhergestellt werden, um Überleben zu sichern und die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern.»

Deutschland hat ein nur sehr geringes Risiko

- Anzeige -

Besonders armen Menschen fehle häufig ein eigener Wasseranschluss im Haushalt. Sie müssten an öffentlichen Wasserstellen Gebühren zahlen. Dabei zahlten die Ärmsten oft am meisten für Wasser, so Mucke.

Die drei Länder mit dem höchsten Katastrophenrisiko sind die tropischen Inselstaaten Vanuatu, Antigua und Barbuda sowie Tonga. Deutschland liegt mit einem sehr geringen Risiko auf Rang 163 von 180. Insgesamt sei das Katastrophenrisiko in Ozeanien, Südostasien, Mittelamerika sowie in West- und Zentralafrika besonders hoch.

Weltrisikobericht wird jährlich veröffentlicht

«Erstmals seit 2012 konnten auch neue Daten für die Gefährdung gegenüber extremen Naturereignissen verwendet werden», erklärte Katrin Radtke, wissenschaftliche Leiterin des Berichts. Für Vanuatu und Tonga habe sich die Gefährdung weiter erhöht.
Der Weltrisikobericht wird seit 2011 jährlich vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht. Der darin enthaltene Weltrisikoindex wurde gemeinsam mit dem Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen entwickelt.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

24.01.2020
Nachrichten
Das neue Coronavirus hat sich in große Teile Asiens und in die USA ausgebreitet. Nun hat der Erreger Europa erreicht: In Frankreich wurden zwei Fälle der dadurch verursachten Lungenkrankheit bestätigt.
24.01.2020
Rot am See
Im Nordosten Baden-Württembergs soll ein Mann sechs Menschen getötet haben – offenbar ausschließlich Verwandte. Polizei und Öffentlichkeit rätseln über das Motiv. Laut Bild-Zeitung stammen einige Opfer aus dem Raum Offenburg, die Polizei machte dazu aber keine Angaben.
Rauch steigt aus dem zum Teil abgebrannten Dachstuhl des drei-Sterne-Restaurants "Schwarzwaldstube", einen Tag nach dem Brand am 6. Januar.
24.01.2020
Nachrichten
Die Zerstörung der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn ist nach dem gewaltigen Feuer am 5. Januar so massiv, dass die Polizei nicht vollständig aufklären kann, wie es zu dem Brand kam.
24.01.2020
Baden-Württemberg
Nach der schrecklichen Bluttat in Rot am See werden weitere Hintergründe bekannt. So soll der mutmaßliche Täter Teil einer alteingesessenen Familie sein, die Opfer allesamt Angehörige.
24.01.2020
Baden-Württemberg
Im baden-württembergischen Rot am See sind am Freitagmittag Schüsse gefallen. Nach ersten Informationen sind sechs Menschen ums Leben gekommen. Ein Tatverdächtiger wurde festgenommen. 
24.01.2020
Baden-Württemberg
Handys korrigieren automatisch, Schreibprogramme markieren Fehler. Ist es also nicht mehr so wichtig, Rechtschreibung zu pauken? Dazu gibt es in der Regierungskoalition ganz unterschiedliche Meinungen.
24.01.2020
Nach Pleite
Gute Nachrichten für Passagiere und Beschäftigte der Condor: Der Ferienflieger kann sich aus der Insolvenz von Thomas Cook in die Hände eines neuen Eigentümers retten. Die polnische Fluggesellschaft LOT übernimmt den angeschlagenen Ferienflieger.
24.01.2020
Grenzüberschreitende Kooperation
Dieser Tage ist der deutsch-französische Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum ersten Mal zusammengekommen. Das Sekretariat soll nun in Kehl eingerichtet werden.  
23.01.2020
Gernsbach
Böse Folgen hat ein Scherz für zwei Schüler in Gernsbach: Die beiden lösten in einer Sporthalle den Notruf aus, meldeten dann aber keinen Notfall, sondern bestellten zum Spaß einen Döner. Keine gute Idee.
23.01.2020
Straßburg
Seit zwei Jahren dürfen französische Kommunen ihre Parkplätze von privaten Firmen verwalten lassen. Doch Autofahrer klagen immer häufiger über fragwürdige Praktiken der Kontrolleure, die auch schon einen Behindertenausweis einfach ignorierten.
21.01.2020
„Bastion Social“
Eine verbotene rechtsextreme Vereinigung erwacht offenbar bei Straßburg zu neuem Leben: „Vent’Est“, zu Deutsch „Ostwind“, engagiert sich nach eigenen Angaben „für dein Volk und deinen Boden“. Doch das sei nur der Deckmantel.
20.01.2020
Baden Airpark in Rheinmünster
Eine Transporter-Fahrerin hat am Montagmorgen auf dem Gelände des Flughafens Karlsruhe / Baden-Baden in Rheinmünster ein privates Flugzeug gerammt. Es entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich. Schuld war jedoch nicht nur ein Fahrfehler der Frau. 

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -