Gerichtsverhandlung

KSC hat vier einstweilige Verfügungen gegen die Stadt beantragt

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red/dk
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13. September 2019
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Im Frühjahr liefen die Abrissarbeiten im Wildparkstadion des Karlsruher SC bereits, wie das Archivbild aus dem März 2019 zeigt. Bei der Planung des neuen Stadions gibt es Unstimmigkeiten zwischen dem Zweitligisten und der Stadt Karlsruhe. ©Archivfoto: Stephan Hund

Der Karlsruher SC hat Mitte August beim Landgericht Karlsruhe vier einstweilige Verfügungen gegen die Stadt beantragt. Der Fußball-Zweitligist befürchtet, dass die Stadt durch vertragswidriges Verhalten beim Stadion-Neubau Fakten schafft, die für den KSC zu Nachteilen führen könnten. Die Stadt äußert sich zurückhaltend zu den Anschuldigungen.

Der Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat am 12. August beim Landgericht Karlsruhe den Erlass von vier einstweiligen Verfügungen gegen die Stadt beantragen. Mit diesen Anträgen auf vorläufigen Rechtsschutz soll verhindert werden, dass durch vertragswidriges Verhalten der Stadt Karlsruhe beim Stadion-Neubau unumkehrbareFakten geschaffen werden, die zu gravierenden Nachteilen sowohl für die Zuschauer und Kunden als auch für den KSC führen würden. Das schreibt der Fußballverein in einer Pressemitteilung.

Die Stadt halte dem KSC wichtige Informationen vor

»Der KSC bedauert es außerordentlich, dass der Verein aufgrund des vertragswidrigen Verhaltens der Stadt Karlsruhe gezwungen ist, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um sowohl seine vertraglichen Rechte durchzusetzen als auch um ein funktional taugliches und zeitgemäßes Stadion zu realisieren«, äußert sich das KSC-Präsidium um Ingo Wellenreuther, Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze sowie die Geschäftsführung der KSC Betriebsgesellschaft Stadion mbH in der Pressemitteilung. Der Verein sei aber auch aus rechtlichen Gründen gezwungen, um vorläufigen Rechtsschutz bei Gericht zu bitten, um sich nicht regresspflichtig zu machen und die Rechte der Mitglieder zu wahren.

Unterschiedliche Interpretation von vertraglichen Vereinbarungen

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Bei den vier Anträgen geht es unter anderem um den Informationsanspruch des Vereins. Der KSC verlangt nach eigenen Angaben etwa die Herausgabe des sogenannten »Totalunternehmervertrags«, der zwischen der Stadt Karlsruhe und der ausführenden Baufirma geschlossen wurde. Diese Informationen seien für die Vertragsabwicklung essentiell - auch damit der KSC seine vertraglichen Mitwirkungspflichten gegenüber der Stadt erfüllen könne.

»Trotz mehrfacher und seit Monaten geäußerter mündlicher und schriftlicher Bitten unter Fristsetzungen legt die Stadt Karlsruhe dem KSC wesentliche Vertragsdokumente nicht vor und ignoriert den vertraglich bestehenden Informationsanspruch des KSC«, heißt es in der Pressemitteilung des Fußballclubs.

Bei den drei weiteren einstweiligen Verfügungen geht es um unterschiedliche Interpretationen von vertraglichen Vereinbarungen, Details bei der Kioskplanung im neuen Stadion sowie den Wegfall von Stützen im Businessbereich. Die Stadt Karlsruhe plane als Bauherrin im Businessbereich mit einem durchgängigen Raster von Betonstützen - laut KSC verhindere das die Nutzbarkeit des Business-Bereichs für Veranstaltungen. Der Zweitligist fordert daher Planungsänderungen.

Stadt äußert sich zurückhaltend

Die Stadt Karlsruhe will sich zu den Anschuldigungen nur zurückhaltend äußern, da es sich um ein derzeit schwebendes Verfahren handele. Der Gerichtstermin am Landgericht Karlsruhe finde am 23. September statt, teilt die Pressestelle der Stadt auf Anfrage der Mittelbadischen Presse mit. Derzeit würden sich beide Parteien darum bemühen, in Verhandlungen gütliche Lösungen zu erreichen.

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