Karlsruhe

Mann nach Verabredung zur Vergewaltigung erneut vor Gericht

Autor: 
dpa
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09. Januar 2020
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©Archivfoto: Mittelbadische Presse

Für die Vergewaltigung eines Jungen reist er eigens an, wird vorher aber gefasst und später vom Landgericht Karlsruhe verurteilt. Doch der Bundesgerichtshof bemängelt die Urteilsbegründung. Gegen den Mann aus Schleswig-Holstein muss nun erneut verhandelt werden.

Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsfall von Staufen bei Freiburg, bei dem ein Junge von mehreren Tätern vergewaltigt worden war, verhandelt das Landgericht Karlsruhe am Donnerstag erneut gegen einen Mann aus Schleswig-Holstein.

Der 45-Jährige war von den Karlsruher Richtern schon im Juni 2018 zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden, nachdem er sich zum Missbrauch des Kindes verabredet hatte. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil jedoch auf: Laut BGH hatte das Landgericht nicht ausreichend begründet, warum bei dem Angeklagten keine verminderte Schuldfähigkeit vorliegt.

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Der 45-Jährige hatte 2017 über das Darknet, einen geschützten Bereich des Internets, Kontakt zum Lebensgefährten der Mutter des Jungen aufgenommen, um das Kind zu vergewaltigen. Zu der Tat kam es nicht. Der Mann tappte in eine Falle der Polizei, wurde in Karlsruhe festgenommen, angeklagt und verurteilt.

Der Junge war mehr als zwei Jahre lang von seiner Mutter und deren Partner missbraucht und anderen Männern für Sex überlassen worden. Das Paar und weitere Täter wurden dafür bereits zu langen Haftstrafen verurteilt.

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