Rom

Mehr als 100 Tote bei Unglück im Mittelmeer befürchtet

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
11. September 2018
Ein vollbesetztes Schlauchboot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. Erneut hat es vor Libyen ein Unglück mit vielen Toten gegeben.

Ein vollbesetztes Schlauchboot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. Erneut hat es vor Libyen ein Unglück mit vielen Toten gegeben. ©dpa - Lena Klimkeit/Archiv

Bei einem neuen Unglück im Mittelmeer könnten mehr als 100 Bootsflüchtlinge ums Leben gekommen sein. Das berichteten nach Libyen gebrachte Überlebende der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF).

Das Unglück ereignete sich demnach bereits Anfang September. Die 276 Überlebenden seien bereits am 2. September von der libyschen Küstenwache gerettet und zurück in das Bürgerkriegsland gebracht worden.

Die Menschen brachen auf zwei Schlauchbooten am 1. September in Libyen auf, wie Ärzte ohne Grenzen unter Berufung auf die Aussagen der Überlebenden mitteilte. Eines der Boote habe einen Motorschaden gehabt, das andere - auf dem 165 Erwachsene und 20 Kinder gewesen seien - habe Luft verloren. Nur einige wenige Migranten hätten Rettungswesten angehabt.

- Anzeige -

Hilfsorganisationen kritisieren nicht erst seit dem Wiederaufflammen von Kämpfen in Libyen, dass Flüchtlinge dorthin zurückgebracht werden. In dem nordafrikanischen Land kämpfen seit dem Sturz von Machthaber Muammar al-Gaddafi 2011 rivalisierende Gruppen um die Vorherrschaft. Der Einfluss der international anerkannten Regierung reicht kaum über Tripolis hinaus. Libyen hat sich zum wichtigsten Transitland für Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa entwickelt.

Das Mittelmeer zu überqueren ist für Migranten nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration deutlich gefährlicher geworden. Mehr als 1560 Migranten kamen in diesem Jahr bereits auf der zentralen Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien ums Leben oder werden vermisst.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Alice Weidel – hat ihre Partei AfD verbotene Spenden angenommen? Das soll nun aufgeklärt werden.
AfD-Kreisverband Bodensee
vor 2 Stunden
Rund 130.000 Euro in kleinen Teilen, bestimmt für Alice Weidel, kurz vor der Bundestagswahl 2017: Die AfD gerät wegen einer Großspende aus der Schweiz heftig unter Druck. Weidel weist jede Kritik von sich.
Der deutsche «SuperMUC-NG» am Leibnitz Rechenzentrum schaffte es auf den achten Platz. Photo: Lino Mirgeler
Dallas
vor 3 Stunden
Die USA bauen ihre Vorherrschaft im Wettstreit um die schnellsten Supercomputer der Welt weiter aus. Doch auch Deutschland hat sich wieder einen Platz unter den Top Ten der schnellsten Maschinen erobert, wie aus der neuen Liste der «Top 500» hervorgeht.
Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl beantwortet im Januar 2001 Fragen der wartenden Journalisten. Zuvor hatte er im Untersuchungsausschuss ausgesagt.
Berlin
vor 3 Stunden
Politische Parteien finanzieren sich in Deutschland vor allem durch Mitgliedsbeiträge, Geld vom Staat und Spenden. Sie müssen laut Grundgesetz über Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.
Experten kennen den gebürtigen Wuppertaler Thomas Haldenwang als ruhigen Beamten.
Berlin
vor 4 Stunden
In Geheimdienstkreisen gilt Thomas Haldenwang als so etwas wie ein Anti-Maaßen. Eingeweihte haben bisher keine Spur von Geltungsdrang beim künftigen Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) entdeckt.
Netflix hatte zum Ende des vergangenen Quartals 130,4 Millionen zahlende Kunden und fast 7 Millionen Nutzer, die noch in der Probezeit waren.
Los Gatos
vor 4 Stunden
Netflix will in einigen Ländern eine günstigere Version seines Videostreaming-Dienstes anbieten, um mehr Kunden anzulocken.
Brexit-Befürworter demonstrieren vor Downing Street 10, wo das britische Kabinett zum Brexit tagt.
Brüssel
vor 4 Stunden
Bei den Brexit-Verhandlungen hält die Bundesregierung eine rasche Lösung für möglich. Europastaatsminister Michael Roth sagte am Montag in Brüssel, er setze darauf, «dass wir das Ding noch wuppen werden».
Kommentar des Tages
vor 4 Stunden
Horst Seehofer ist politisch geschwächt. Das wird sich noch mehr zeigen, wenn der 69-Jährige sein Amt als CSU-Chef aufgibt und trotzdem Innenminister bleibt. meint unser Korrespondent Werner Kolhof im Kommentar des Tages.
Ein Teil der eingestürzten Morandi-Brücke hängt bedrohlich über evakuierten Wohnhäusern.
Genua
vor 6 Stunden
Der Abriss der Reste der Unglücksbrücke von Genua soll am 15. Dezember beginnen. Wenn alles nach Plan laufe, solle dann mit dem westlichen Rumpf begonnen werden, sagte der Bürgermeister der italienischen Stadt, Marco Bucci, in einem TV-Interview.
Air India-Jet in Mumbai: Ein angetrunkener Pilot fiel kurz vor dem Start durch einen ALkoholtest.
Neu Delhi
vor 7 Stunden
Ein Pilot und Vorstandsmitglied der indischen Fluggesellschaft Air India ist vor einem internationalen Flug durch einen Alkoholtest gefallen.
Thomas Haldenwang soll Nachfolger von Hans-Georg Maaßen werden.
Berlin
vor 7 Stunden
Der bisherige Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, soll neuer Chef der Behörde werden. Innenminister Horst Seehofer (CSU) werde ihn dem Kabinett als Nachfolger von Hans-Georg Maaßen vorschlagen, hieß es in einer Mitteilung.
Die Überreste eines Opfers der Flammen werden in Paradise geborgen.
Los Angeles/San Francisco
vor 7 Stunden
Der Ausnahmezustand in Kalifornien hält an, die Zahl der Opfer geht weiter hoch: in der nordkalifornischen Ortschaft Paradise seien in ausgebrannten Häusern und Autos weitere sechs Leichen gefunden worden, teilte die Polizei am Sonntagabend (Ortszeit) mit.
Das Standbild aus einem Video zeigt Michael Rogers (l, mit Einkaufswagen) und Polizisten, die einen Mann (r), der mit einem Messer bewaffnet ist, zu überwältigen versuchen.
Melbourne
vor 7 Stunden
Die Heldentat bei einem mutmaßlichen Terrorangriff in der australischen Stadt Melbourne zahlt sich für einen Obdachlosen nun auch finanziell aus.