London

Mutmaßlicher Attentäter von London stammt aus dem Sudan

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
15. August 2018
Vor dem Parlament in London ist eine Auto in eine Sicherheitsabsperrung gefahren.

Vor dem Parlament in London ist eine Auto in eine Sicherheitsabsperrung gefahren. ©dpa - Ewelina U Ochab/Press Association Images

Der mutmaßliche Terroranschlag vor dem Londoner Parlament soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge von einem Briten sudanesischer Herkunft verübt worden sein.

Der 29-Jährige lebt in einer kleinen Wohnung in Birmingham, wie unter anderem die Zeitung «The Telegraph» am Mittwoch berichtete.

Nach Angaben von Freunden soll er vor etwa fünf Jahren von Nordostafrika nach Großbritannien gekommen sein. Zuvor habe er Elektrotechnik studiert. Er höre westliche Musik etwa von Popsängerin Celine Dion und dem Rapper Eminem, aber auch Lieder aus seiner Heimat.

Offiziell bestätigt ist bisher nur, dass der 29-Jährige ein britischer Staatsangehöriger mit Migrationshintergrund ist. Dem Inlandsgeheimdienst war er zuvor nicht aufgefallen. Die Polizei nahm am Dienstagabend zwei Hausdurchsuchungen in Birmingham und eine in Nottingham vor. In Nottingham war das Tatfahrzeug registriert.

- Anzeige -

Der Mann war am Dienstagmorgen mit einem Auto in Fußgänger und Radfahrer gefahren. Drei Personen erlitten Verletzungen. Der 29-Jährige wurde noch am Tatort aus seinem Auto heraus festgenommen.

Bei dem Vorfall stürzten etliche Radfahrer zu Boden. Eine Augenzeugin bezeichnete es als Wunder, dass es nicht noch mehr Verletzte oder gar Tote gegeben habe. Eine andere Frau berichtete der Nachrichtenagentur PA, dass der Täter nach seiner Horrorfahrt ausdruckslos gewirkt habe.

London war mehrmals Ziel von Terrorattacken. Das Parlament ist seit einem Anschlag im März 2017 von einer Sicherheitsbarriere aus Stahl und Beton umgeben. Damals war ein Mann mit einem Auto auf der Westminster Bridge gezielt in Menschen gefahren - vier Passanten starben. Der Täter erstach einen Polizisten, ehe er erschossen wurde.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Kommentar des Tages
vor 3 Stunden
Gebührenfreiheit für Geringverdiener, mehr Erzieherinnen, lebendige pädagogische Angebote: Das neue »Gute-Kita-Gesetz« verspricht viel. Auf Dauer ist es aus der Sicht seiner Kritiker nicht angelegt.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist der Journalist durch eine provisorische Hängebrücke gebrochen.
15 Meter in die Tiefe
vor 13 Stunden
Während des Großeinsatzes im Braunkohlerevier Hambacher Forst hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Journalist stürzte rund 15 Meter in die Tiefe. Die Polizei betont: Der Polizeieinsatz habe nicht zu dem Unglück geführt.
Blumen und Kerzen erinnern in Chemnitz an der getöteten 35-Jährigen.
Dresden/Chemnitz
vor 15 Stunden
Rund drei Wochen nach der Tötung eines 35-jährigen Deutschen in Chemnitz wird nach Angaben der Ermittler intensiv nach einem dritten Tatverdächtigen gefahndet.
US-Präsident Donald Trump (r) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un während ihres ersten Spitzentreffens in Singapur.
Pjöngjang
vor 17 Stunden
Ernst, fast angespannt schreitet Moon Jae In auf dem mit Marmorsäulen geschmückten Flur im Paekhwawon Staatsgästehaus in Pjöngjang entlang.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland.
Staatsbesuchs in DeutschlandDüsseldorf
vor 17 Stunden
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird nicht zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die neue Kölner Zentralmoschee besuchen. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit.
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Karlsruhe
vor 19 Stunden
Die aktuellen Einwohnerzahlen der Städte und Gemeinden sind mit verfassungsgemäßen Methoden bestimmt worden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch nach Klagen der Stadtstaaten Berlin und Hamburg gegen den Zensus 2011.
Migranten an Deck des italienischen Küstenwachschiffs «Diciotti».
Salzburg
vor 19 Stunden
Migration, immer wieder Migration. Das Thema hatte die EU den ganzen Sommer im Griff. Und bestimmt auch den Gipfel der 28 Staats- und Regierungschefs am Mittwoch und Donnerstag in Salzburg.
Thomas Seitz ist Bundestagsabgeordneter der AfD für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr.
»Quotenneger«, »Gesinnungsjustiz«.
vor 19 Stunden
Der Bundestagsabgeordnete der AfD für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr, Thomas Seitz, verliert seinen Beamtenstatus. Zu diesem Urteil kam das Richterdienstgericht in Karlsruhe. Seitz nutzte im Zuge von Wahlkämpfen 2015 und 2017 unter anderem Begriffe wie »Quotenneger« und »Gesinnungsjustiz«.
Südkoreas Präsident Moon Jae In (l) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un fahren durch Pjöngjang.
Pjöngjang
vor 19 Stunden
Auf dem Gipfel zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gab es am Mittwoch in Pjöngjang eine Reihe von Vereinbarungen und Absichtserklärungen:
Hochwasser in Fayetteville im US-Bundestaat North Carolina.
Nachrichten
vor 20 Stunden
Charlotte (dpa) «Florence» und die Folgen: Mehrere Tage nach Durchzug des Wirbelsturms machen die Verwüstungen den betroffenen Regionen in den Südoststaaten der USA schwer zu schaffen.
IBM will das Vertrauen in KI-Systeme stärken.
Berlin
vor 21 Stunden
IBM will mit einem neuen Software-Werkzeug mehr Transparenz in Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) bringen und damit das Vertrauen in solche Lösungen stärken.
Oftmals kommt es in den Bergen und den Wäldern zu Problemen zwischen Fahrradfahrern und Wanderern.
Bad Hindelang
vor 21 Stunden
Mit einem Modellprojekt in zwei Alpenregionen sollen Konzepte für die Lösung von Konflikten zwischen Bergsteigern, Mountainbikern und Landwirten gesucht werden.