Rheintalbahn

Bahnstreit vorerst beigelegt

Autor: 
Karl-Heinz Zurbonsen
Lesezeit 2 Minuten
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04. Februar 2014

Züge auf den Gleisen der Rheintalbahn bei Niederschopfheim. ©Ulrich Marx

Bahn und Regierungspräsidium Freiburg haben ihren Dissens über die Planung zur Güterumfahrung von Freiburg im Zuge des Aus- und Neubaus der Rheintalbahn (Karlsruhe – Basel) vorerst beigelegt. »Wir haben unsere Sicht der Dinge dargestellt und sind deshalb schnell auf die Arbeitsebene gewechselt«, berichtete Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer. Die Bahn erklärte, die Sorgen der Behörde seien mit der Zusage eines regelmäßigen Informationsflusses ausgeräumt worden.
Bei einem Krisengespräch gestern im Basler Hof, dem Dienstsitz der grünen Regierungspräsidentin, vereinbarten die Parteien »mehr Transparenz und mehr direkte Kommunikation«. Deshalb sagte der Projektleiter der Bahn, Matthias Hudaff, zu, Vorplanungsergebnisse für den Abschnitt zwischen Riegel und Freiburg-Nord bis Ostern und für den Abschnitt zwischen Freiburg-Nord und Mengen bis zum Juni 2014 vorzulegen und zu bewerten. Danach werde der konkrete Zeitplan für die Fertigstellung der Umfahrungspläne diskutiert.

Konkrete Vorplanungen
»Wir sind noch nicht am Ziel«, sagte die Regierungspräsidentin nach dem Gespräch mit der Bahn, »wir sind aber einen Schritt weiter.« Es sei gelungen, die Bahn zur Vorlage von konkreten Vorplanungen zu bewegen. »Jetzt bekommen wir endlich konkrete Unterlagen in die Hand, die wir mit dem Eisenbahn-Bundesamt und den Trägern öffentlicher Belange abstimmen können«, so Schäfer, »wir gewinnen Zeit.« Nach dem Krisengipfel sieht es tatsächlich so aus, als käme das Bahnprojekt nicht erst 2015, wie befürchtet, sondern viel früher ins Verfahren.

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Die Freiburger Aufsichtsbehörde hatte der Bahn vorgehalten, die Planungen für die 84 Millionen Euro teure Güterumfahrung von Freiburg erheblich zu verzögern und damit den reibungslosen Fortgang des Gesamtprojektes zu gefährden. Diesem Verdacht widersprach die Bahn. Es gebe keinen Stillstand. Die Güterumfahrung von Freiburg müsse nach dem Kompromiss im Projektbeirat zu 66 Prozent neu geplant werden, betonte Projektleiter Hudaff. Dabei würden die Lärmschutzgalerien völlig neu konzipiert werden. Das koste Zeit, um eine belastbare Planung vorlegen zu können.

75 Mitarbeiter
Der Projektleiter widersprach dem Verdacht, auch bahninterne Personalprobleme hätten zu einer Verspätung der Bahnplanung beigetragen. Aus Sicht der Großprojektleitung ist das Team für die anstehenden Herausforderungen stellenmäßig mittlerweile sogar besser (75 Mitarbeiter) aufgestellt.

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