Bankräuber hatte Termin vereinbart

Sparkasse in Bühl überfallen: Polizei überwältigt den Täter

Autor: 
Matthias Heidinger
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
13. Februar 2018

Die Sparkasse in der Eisenbahnstraße in Bühl wurde am Dienstag überfallen. Die Polizei konnte den Täter beim Verlassen des Gebäudes überwältigen. ©Bernhard Margull

Eine Bank ist am Dienstag in Bühl überfallen worden, die Polizei konnte den Täter überwältigen. Er hatte eine Bombenattrappe dabei.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Baden-Baden und des Polizeipräsidiums Offenburg heißt es, dass es am Dienstagnachmittag zu einem größeren Polizeieinsatz in einem Geldinstitut in der Eisenbahnstraße in Bühl gekommen ist.

Ein Mann betrat gegen 14.50 Uhr die Sparkasse, nachdem er im Vorfeld einen Kundentermin vereinbart hatte. Als er mit einer Beraterin einen dafür vorgesehenen Raum betrat, zog er unvermittelt eine Handfeuerwaffe und forderte Bargeld. Mit der Bankmitarbeiterin begab er sich anschließend laut Polizeibericht in den öffentlich zugänglichen Kundenbereich und forderte weiterhin die Herausgabe von Geld. 

Hierbei stellte der Mann einen Gegenstand ab, von dem er behauptete, dass er explosiv sei. Als er mit dem ihm zwischenzeitlich ausgehändigten Geldbetrag und zwei Bankmitarbeitern kurz nach 15.30 Uhr vor das Gebäude trat, konnte er dort von mehreren Polizeibeamten überwältigt und festgenommen werden. Der Mann erlitt dabei leichte Verletzungen, wie es weiter heißt. 

- Anzeige -

Keine Gefahr fürs Umfeld

Das Umfeld der Bank war zu diesem Zeitpunkt bereits von zahlreichen Polizisten umstellt. Eine Gefahr für Außenstehende bestand nach derzeitigen Erkenntnissen nicht, wie die Polizei mitteilt. 

Die vom mutmaßlichen Täter verwendeten Gegenstände stellten sich im Nachhinein als ungefährlich heraus. Mitarbeiter und Kunden blieben glücklicherweise unversehrt.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um eine 58-jährigen deutschen Staatsangehörigen. Ihm wird schwere räuberische Erpressung vorgeworfen. Der Tatverdächtige wird zeitnah einem Haftrichter vorgeführt.

Kommentare

Damit Sie Kommentare zu diesem Artikel lesen können, loggen Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten ein.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Mercedes-Benz-Neuwagen auf dem Autoterminal.
Eskaliert der Handelskrieg?
vor 4 Stunden
Während es in Deutschland scharfe Reaktionen auf die angekündigte US-Importzölle für Autos gab, kündigte Donald Trum am Donnerstag an, auch Einfuhrzölle von 25 Prozent auf Autos prüfen zu lassen. Der Handelskrieg droht zu eskalieren.
Plakate für die Bundestagswahl 2017: Beim Urnengang nahm die AfD der Union viele Wählerstimmen ab.
Berlin
vor 8 Stunden
Die Zukunftserwartungen der Wähler in Deutschland laufen weit auseinander und lassen eine wachsende Polarisierung der Gesellschaft erkennen. Dabei ist die Distanz zwischen Anhängern von Union und AfD besonders groß.
Besonders schnell erhitzen sich Kleinwagen in praller Sonne.
Tempe
vor 8 Stunden
In praller Sonne geparkte Autos können für Kleinkinder schon nach einer Stunde zur lebensgefährlichen Falle werden. Bereits nach dieser kurzen Zeit kann bei Zweijährigen die Körpertemperatur auf 40 Grad Celsius klettern.
Blick auf das Hauptgebäude der Welthandelsorganisation WTO in Genf.
Genf
vor 8 Stunden
Im Streit um die US-Zölle auf Stahl und Aluminium haben die betroffenen Staaten, darunter China und die EU, Beschwerde bei der Welthandelsorganisation (WTO) eingelegt. Was kann sie tun?
In einer Spiegelfassade verzerrt: Das Logo der Deutschen Bank.
Frankfurt/Main
vor 8 Stunden
Der einst stolzen Deutschen Bank läuft die Zeit davon: Der deutsche Branchenprimus muss das Tempo deutlich erhöhen, um den Anschluss an den internationalen Wettbewerb nicht vollends zu verlieren.
Facebook Jobs solle eine Lücke bei der Arbeitsplatzsuche im Netz schließen, da in gängigen Jobportalen und Karrierenetzwerken oft überregionale Unternehmen im Mittelpunkt stünden.
Hamburg
vor 9 Stunden
Facebook startet auch in Deutschland seine Jobbörse, bei der das Online-Netzwerk vor allem regionale Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk vermitteln will.
Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank, zu Beginn der Hauptversammlung in der Frankfurter Festhalle.
Frankfurt/Main
vor 10 Stunden
Kaum im Amt verschärft Deutsche Bank-Chef Christian Sewing den Sparkurs des Geldhauses. Nach drei Verlustjahren in Folge soll die Zahl Vollzeitstellen im Konzern einschließlich der Postbank von derzeit rund 97.100 auf deutlich unter 90.000 sinken.
Der Nitratgehalt im Trinkwasser überschreitet dem Umweltbundesamts zufolge seit mehreren Jahren nur sehr selten den Grenzwert.
Dessau-Roßlau
vor 11 Stunden
Trinkwasser hat in Deutschland nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) eine gute bis sehr gute Qualität.
Die MH17-Trümmer wurden in den Niederlanden untersucht.
Bunnik
vor 11 Stunden
Vier Jahre nach dem Abschuss des Fluges MH17 über der Ostukraine konzentrieren sich die internationalen Ermittlungen auf Angehörige der russischen Streitkräfte. Die Rakete, mit der die Boeing abgeschossen worden war, stammte nach Angaben des Ermittlerteams JIT von der russischen Armee.
Die Sicherheitslücke machte betroffene Online-Apotheken für das so genannte «Session-Hijacking» anfällig. Dabei verschafft sich ein Angreifer Zugriff auf die Browser-Sitzung eines anderen Nutzers, der gerade in einem Onlineshop aktiv ist.
Bamberg
vor 11 Stunden
Informatik-Wissenschaftler der Universität Bamberg haben eine Sicherheitslücke in den Onlineshops zahlreicher Versandapotheken aufgedeckt.
Das von «Airbus Defense & Space» und der Internetseite «38 North» am 12.04.2017 veröffentlichte Satellitenfoto zeigt das Atomwaffen-Testgelände in Punggye-ri im gebirgigen Nordosten von Nordkorea.
Seoul
vor 11 Stunden
Vor dem geplanten historischen Gipfeltreffen mit den USA hat Nordkorea nach Medienberichten sein umstrittenes Atomtestgelände Punggye-ri wie angekündigt gesprengt.
Die streitbare Ex-Grüne Jutta Ditfurth hat mit ihrem Dresden-Tweet («Die Bombe weiß, wo sie ist») Empörung ausgelöst.
Dresden
vor 11 Stunden
Die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth (66) hat mit einem Tweet zur Bombenentschärfung in Dresden teils scharfe Reaktionen ausgelöst. «Die Bombe weiß, wo sie ist», schrieb Ditfurth am Donnerstag bei Twitter.