Freiburg

Spurensuche nach Verdacht von Vergewaltigung eines Kindes

Autor: 
dpa
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12. Januar 2018

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Eine Mutter soll ihr neunjähriges Kind Männern für Vergewaltigungen überlassen haben – Ermittler untersuchen weiter Details zu dem grausigen Fall. Sie rechnen mit längeren Ermittlungen. Und müssen Beweise sichten.

Im Fall einer Mutter, die ihr Kind gegen Geld Männern für Vergewaltigungen zur Verfügung gestellt haben soll, rechnen die Behörden mit weiteren langwierigen Ermittlungen. Details der Taten müssten untersucht werden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg der Deutschen Presse-Agentur. Zudem werde noch umfangreich sichergestelltes Beweismaterial ausgewertet. Dies werde noch Zeit in Anspruch nehmen. Wann es zu möglichen Anklagen oder Prozessen kommen könnte, sei derzeit noch nicht abzusehen.

Ermittlungen gegen Mutter des Kindes 

Im Zentrum der Ermittlungen steht die 47 Jahre alte Mutter des heute neunjährigen Jungen sowie ihr 37 Jahre alter Lebensgefährte. Beide lebten mit dem Kind bei Freiburg. Sie sollen es gemeinsam sexuell misshandelt sowie anderen Männern gegen Geld für Vergewaltigungen zur Verfügung gestellt haben.

Der Junge sei von mehreren Tätern wiederholt und an mehreren Tatorten in und um Freiburg missbraucht und vergewaltigt worden. Die Taten sollen sich von 2015 bis Herbst 2017 ereignet haben. Inzwischen befindet er sich in staatlicher Obhut.

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Absoluter Härtefall für das LKA

Nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) Baden-Württemberg handelt es sich um den schwerwiegendsten Fall von sexuellem Missbrauch von Kindern, den die Behörde jemals bearbeitet hat. Wie viel Geld gezahlt wurde und wie die Verdächtigen in Kontakt zueinander kamen, wollte der Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Nachfrage nicht sagen.

Die Männer, die in Untersuchungshaft sitzen, seien 32 bis 49 Jahre alt. Sie stammen den Ermittlern zufolge aus der Nähe von Freiburg, aus Schleswig-Holstein, der Schweiz und Spanien. Festgenommen wurden sie in Deutschland, Österreich und Spanien.

Einige von ihnen seien wegen ähnlicher Delikte vorbestraft. Einige der Verdächtigen sollen sich den Ermittlern gegenüber geäußert haben. Details hierzu wollte die Staatsanwaltschaft nicht nennen. Unter den Verdächtigen befindet sich auch ein 49 Jahre alter Soldat der Bundeswehr. Ein Sprecher des Heeres hatte dies am Donnerstag bestätigt.

Hintergrund

Landeskriminalamt: Schwerster Fall des sexuellen Kindesmissbrauchs

Die Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Pädophilenring haben für das Landeskriminalamt Baden-Württemberg eine neue Dimension erreicht. Acht Verdächtige kamen in Untersuchungshaft. «Es handelt sich in diesem Komplex um den schwerwiegendsten Fall des sexuellen Missbrauchs von Kindern, der vom LKA BW bislang bearbeitet wurde», teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Ein Verdächtiger soll laut LKA auch Tötungsfantasien im Zusammenhang mit einem Kindesmissbrauch geäußert haben. Bei seiner Festnahme durch Spezialkräfte habe der Mann Fesselutensilien dabei gehabt.

Nach mutmaßlichen Vergewaltigungen eines Neunjährigen haben Ermittler in mehreren europäischen Ländern die Verdächtigen festgenommen. Im Zentrum steht die Mutter des Jungen und ihr Lebensgefährte, die bei Freiburg leben. Sie sollen das Kind gemeinsam sexuell misshandelt und es anderen Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen haben. (dpa)

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