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Toter Wolf aus dem Schluchsee wurde erschossen

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red/ba
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08. August 2017
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©Symbolfoto: Pixabay

Der am 8. Juli tot aus dem Schluchsee geborgene Wolf ist erschossen worden. Das haben jüngste Untersuchungen des Tieres im Berliner Leibniz-Institut ergeben. Die Staatsanwaltschaft Freiburg ermittelt.

Der tote Wolf, der am 8. Juli aus dem Schluchsee geborgen wurde, ist erschossen worden. Zu diesem Ergebnis kommt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin, das den Wolf im Auftrag des baden-württembergischen Umweltministeriums untersucht hat. Darüber informiert das Ministerium in einer Pressemitteilung von Dienstag.

Der tote Wolf weist demnach Verletzungen im Brustbereich auf. Diese stammen von einem Projektil, das in der Leber des Wolfes gefunden wurde, heißt es. Nähere Informationen zum möglichen Tathergang können aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht mitgeteilt werden, lässt das Ministerium wissen.

Keine Hinweise auf Nutztier-Angriffe

Der aus Schneverdingen in Niedersachsen stammende Wolf habe laut dem Ministerium bis zum Schluchsee mehr als 600 Kilometer zurückgelegt und sei mindestens zwei Wochen in Baden-Württemberg unterwegs gewesen.

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Hinweise, dass der Wolf auf seiner Wanderschaft durch das Land Nutztiere angegriffen hat, soll es nicht geben. "Ich bedauere es sehr, dass trotzdem ein Mensch das Leben dieses Geschöpfes mit Gewalt ausgelöscht hat", wird Umweltminister Franz Untersteller dazu in der Pressemitteilung zitiert.

Staatsanwaltschaft ermittelt

Der Wolf unterliegt internationalen und nationalen Schutzvorschriften. Nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist er eine streng geschützte Tierart. Das rechtswidrige Töten eines Wolfes stellt eine Straftat dar, für die eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe möglich seien.

Zuständig für die weiteren Ermittlungen ist die Staatsanwaltschaft Freiburg, teilt das Ministerium mit. Der Nabu Baden-Württemberg teilte auf seiner Facebook-Seite mit, dass man Strafanzeige gegen Unbekannt erstatten werde.

Die Überreste des sezierten Wolfes befinden sich laut Ministerium derzeit noch im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Als mögliches Beweismittel sollen sie bis auf Weiteres verwahrt werden.

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