US-Präsidentschaftswahl

Clinton gegen Trump: Heute Nacht entscheidet Amerika

08. November 2016
&copy Foto/Grafik: dpa / Bastian André&copy dpa&copy dpa

Wird Hillary Clinton die erste US-Präsidentin? Oder zieht mit Donald Trump ein Quereinsteiger ins Weiße Haus ein? Heute Nacht, nach deutscher Zeit, wählt Amerika ein neues Landesoberhaupt. Erste Ergebnisse werden am frühen Morgen erwartet – wir berichten ab 5 Uhr live.

Die US-Wahl findet in Amerika heute, Dienstag, 8. November, statt. Aufgrund der Zeitverschiebung wird die spannende Phase in Deutschland allerdings in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch sein: Nach unserer Zeit schließen die ersten Wahllokale um 0 Uhr, das letzte schließt um 6 Uhr. Die unterschiedlichen Zeiten kommen daher, dass die USA ein riesengroßes Land mit sechs Zeitzonen sind.

Das Endergebnis sollte nach deutscher Zeit daher am Mittwochmorgen feststehen. Eine erste und schon ziemlich sichere Prognose erwarten Experten etwa um 5 Uhr. BO.de wird ab dann live von der US-Wahl berichten und Sie pünktlich informieren, sobald der neue Präsident der USA tatsächlich feststeht.

Umfragen sehen Hillary Clinton als Siegerin

Die meisten Umfragen im Vorfeld der Wahl sagten Hillary Clinton einen Sieg voraus. Nach Berechnungen des Umfragenexperten Nate Silver vom Blog »FiveThirtyEight« lag die Gewinnchance der früheren Außenministerin bei 72 Prozent. Ihr republikanischer Rivale ist der Milliardär und Quereinsteiger Donald Trump.

Wahlberechtigt sind etwa 219 Millionen Menschen. Voraussetzung ist, dass sich ein Wähler registrieren ließ und nicht von der Wahl ausgeschlossen wird – beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit. Mehr als 42 Millionen Amerikaner haben bereits frühzeitig abgestimmt. Der Sieger der besonders ruppigen Wahlschlacht wird am 20. Januar in das Weiße Haus einziehen und Amtsinhaber Barack Obama nach dessen achtjährigen Amtszeit ablösen. Obama war der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte.

Es zählen nicht die meisten Stimmen

Am Ende gewinnt allerdings nicht der Kandidat, der landesweit die meisten Stimmen auf sich vereint. Denn der US-Präsident wird nur indirekt vom Volk gewählt. Jeder Bundesstaat hat eine bestimmt Zahl von Stimmen in einem 538-köpfigen Gremium aus Wahlmännern und -frauen zu vergeben. Deren Zahl richtet sich nach der Größe eines jeden Staates. Das bevölkerungsreiche Kalifornien stellt 55 Wahlmänner, das kleine Delaware nur drei. Wer ins Weiße Haus einziehen will, braucht mindestens 270 Wahlmännerstimmen.

Die Wahllokale schließen ab 18 Uhr Ortszeit. Erste Ergebnisse einzelner Staaten werden nach unserer Zeit nicht vor 1 Uhr, eine sichere Prognose etwa gegen 5 Uhr erwartet.

Trump rief Anhänger zur Wahlbeobachtung auf

Da sich das Clinton- und Trump-Lager besonders unversöhnlich gegenüberstehen, wurde mancherorts ein Ausbruch von Gewalt befürchtet. Trump hatte seine Anhänger aufgerufen, Wahllokale genau in Augenschein zu nehmen und etwaige Verstöße sofort zu melden.

Trump bezeichnet die Wahl seit längerem als gezinkt, ohne dafür Beweise vorzulegen. Besonders spannend bleibt, wie Trump und seine Anhänger auf eine etwaige Niederlage reagieren werden. Der Republikaner hatte entgegen aller politischen Gepflogenheiten offen gelassen, ob er das Wahlergebnis anerkennen wird.

Autor:
ba/dpa

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