Berlin

Kampf gegen Befahren maroder Brücken

Autor: 
Hagen Strauß
Lesezeit 2 Minuten
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17. Juli 2017
Ein Hinweisschild «Brückenschäden» auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden.

Ein Hinweisschild «Brückenschäden» auf der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden. ©dpa

Lkw-Fahrern, die verbotenerweise über marode Brücken fahren, drohen künftig ein drastisches Bußgeld und ein Fahrverbot. Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will die Trucker zur Räson bringen.

In Deutschland sind rund 6000 Autobahn- und Fernstraßenbrücken marode und deshalb für schwere Laster gesperrt. Doch Tausende Fahrer setzen sich jeden Tag über die Verbote hinweg. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will den »schwarzen Lkw-Fahrten« jetzt einen Riegel vorschieben: Ein drastisches Bußgeld und ein Fahrverbot soll die Trucker zur Räson bringen. 
Die Kontrolle von Lkw-Verkehrsverboten auf Autobahnbrücken habe gezeigt, so Dobrindts Ministerium in einer der Mittelbadischen Presse vorliegenden Verordnung, dass die Verbote »zum Schutze der Infrastruktur in erheblichem Umfang nicht beachtet werden«. So würden »bis zu 1000 Lkw-Fahrer täglich« die für sie nicht mehr geeignete Rheinbrücke der A1 bei Leverkusen überfahren – trotz eines ausgeklügelten Hinweis- und Umleitungskonzeptes und wiederholter Polizeikontrollen. 

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Die Rheinbrücke stehe allerdings nur beispielhaft für eine Vielzahl von ähnlichen Fällen, heißt es in dem Papier. So seien vergleichbare Probleme auch im Zusammenhang mit der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden und der Fechinger Talbrücke im Saarland bekannt. Laut Polizei »erfolgt zumindest ein Teil der schwarzen Lkw-Überfahrten nicht versehentlich, sondern vorsätzlich«. Oftmals würden etwaige Geldbußen billigend in Kauf genommen, um Umwege zu vermeiden und »Just-in-time-Lieferungen« zu gewährleisten. 

Dobrindts Konsequenz: Derjenige, der künftig erwischt wird, muss mit einer Geldbuße von 500 Euro rechnen und für zwei Monate den Führerschein abgeben. Laut Bußgeldkatalog werden bisher lediglich 75 Euro fällig für den, der mit einem Kfz über 3,5 Tonnen einen Bereich befährt, dessen Durchfahrt verboten ist. Ziel sei es, mit dem »erheblich heraufgesetzten Bußgeld« die Zahl der vorschriftswidrigen Lkw-Überfahrten »bis nahe null zu reduzieren«. Nur so lasse sich eine Vollsperrung solcher Straßen vermeiden. Rund 39 000 Autobahn- und Fernstraßenbrücken gibt es in Deutschland.

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