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Vereidigt: Donald Trump ist US-Präsident

20. Januar 2017
&copy dpa

Was im Sommer 2015 kaum jemand für möglich hielt, ist nun Fakt. Donald Trump ist Präsident der USA. Die Welt wartet gespannt auf seine ersten Amtshandlungen.

Donald Trump ist der 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Oberste Verfassungsrichter der USA, John Roberts, nahm dem 70-jährigen Republikaner am Freitag auf den Stufen des Kapitols den Amtseid ab. Trump schwor auf zwei Bibeln: auf seine eigene und auf die des früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Trump löst den Demokraten Barack Obama ab, den ersten schwarzen Präsidenten der USA.

Vor Trump wurde bereits sein Vize Mike Pence vereidigt. Eine Parade sollte Trumpam Nachmittag vom Kapitol zum Weißen Haus führen. Der offizielle Teil des Tages endet für den neuen Präsidenten mit dem Besuch dreier Bälle.

Am Morgen hatte Trump gemeinsam mit seiner Frau Melania an einem Gottesdienst in der Kirche St. John teilgenommen. Anschließend wurden beide von dem scheidenden Präsidenten Obama und seiner Frau Michelle im Weißen Haus empfangen.

Die Hauptstadt glich einer Hochsicherheitszone. Polizisten und Soldaten der Nationalgarde sicherten die Straßen ab; Kreuzungen wurden zum Teil mit Bussen blockiert.

Im Zentrum Washingtons versammelten sich Demonstranten. Sie trugen Schilder mit Aufschriften wie »Feminismus gegen Faschismus« oder »Rassismus existiert noch immer in Amerika«. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Fensterscheiben wurden eingeschmissen. Den Höhepunkt der Proteste sollte es am Samstag geben. Dann werden zu einer Demonstration mehr als 200 000 Menschen erwartet.

Der Immobilienunternehmer Trump war im Sommer 2015 in den Wahlkampf eingestiegen. Als Außenseiter gestartet, dominierte er trotz Dauerkritik Debatten und Vorwahlen und wurde schließlich im Sommer 2016 Kandidat der Republikaner. Gegen alle Erwartungen setzte Trump sich bei der Wahl am 8. November gegen die Demokratin Hillary Clinton durch. Die 69-Jährige saß bei der Amtseinführung ihres einstigen Konkurrenten im Publikum.

Trump hat noch nie ein politisches Amt bekleidet. Seine Anhänger versprechen sich von ihm neue Jobs, eine Rückbesinnung auf Amerika und eine radikale Abkehr von der Agenda Barack Obamas. Gegner und Kritiker fürchten Trumps Naturell, Haltung und Einstellungen.

Trump hatte angekündigt, mit Volldampf ins Amt starten zu wollen. Das erste Wochenende hat er sich erstmal frei gehalten. Möglich ist, dass er am Montag mit der Unterschrift unter einige inhaltliche präsidentielle Dekrete startet. Sie werden aller Voraussicht nach in einem Zusammenhang stehen mit dem angekündigtem und umstrittenen Bau einer Mauer zu Mexiko und dem Thema Grenzsicherheit generell.

Auch zum Thema Handel könnte es rasch Neuigkeiten geben, Trump hat eine Neuverhandlung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (Nafta) mit Kanada und Mexiko sowie eine Abkehr vom transpazifischen Abkommen TPP angekündigt.

Autor:
dpa

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