Nach Demo in Leipzig

„Querdenken“-Bewegung plant weitere Demonstration

Autor: 
red/epd
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13. November 2020
Am 7. November hatten rund 20.000 Menschen in Leipzig gegen die Corona-Verordnungen demonstriert. (Archivbild)

Am 7. November hatten rund 20.000 Menschen in Leipzig gegen die Corona-Verordnungen demonstriert. (Archivbild) ©Foto: dpa/Sebastian Kahnert

Die Querdenken-Bewegung hat nach den Ereignissen in Leipzig nun für den 12. Dezember eine neue Demonstration in Dresden angemeldet. Seit Freitag gilt eine Obergrenze von 1.000 Teilnehmenden.

Dresden - Nach der aus dem Ruder gelaufenen Demonstration in Leipzig plant die „Querdenken“-Bewegung eine weitere Kundgebung in Sachsen. Für den 12. Dezember habe „Querdenken“ eine Demonstration in Dresden angemeldet, berichtete die „Sächsische Zeitung“ (online). Die Demonstration in der Landeshauptstadt solle unter dem Titel „Frieden, Freiheit und Demokratie in Zeiten von Corona, gegen die Unverhältnismäßigkeit der Corona-Maßnahmen (insb. die Maskenpflicht)“ stehen.

Die Stadtverwaltung Dresden bestätigte die Anmeldung. Demnach solle die Versammlung auf der Cockerwiese neben dem Fußballstadion stattfinden. Weitere Anmeldungen für diesen Tag gebe es bisher nicht, hieß es.

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In Leipzig hatten am vergangenen Samstag rund 20.000 Menschen - darunter Hooligans und Rechtsextremisten - weitgehend ohne Maske und Mindestabstand gegen die Corona-Eindämmungsregeln der Bundesregierung demonstriert. Nach Auflösung der Kundgebung durchbrachen Demonstranten eine Polizeisperre und zogen durch die Innenstadt. Dabei wurden Beamte verletzt und Journalisten attackiert.

Sachsens Landesregierung setzte daraufhin eine Obergrenze von 1.000 Teilnehmenden pro Demonstration in der Corona-Pandemie fest. Die neue Verordnung gilt seit Freitag. Die Aufarbeitung der Ereignisse erweist sich als Zerreißprobe für die schwarz-grün-rote Koalition. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) stand am Donnerstag in Ausschüssen des Sächsischen Landtags Rede und Antwort.

In Dresden hatten die „Querdenker“ bereits am 31. Oktober demonstriert, allerdings mit deutlich weniger Teilnehmern als in Leipzig.

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