Ankara

Türkei empört über Chinas «Konzentrationslager» für Muslime

Autor: 
dpa
Lesezeit < 1 Minute
Jetzt Artikel teilen:
10. Februar 2019
Von Sicherheitskräften beobachtet: Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit in China.

Von Sicherheitskräften beobachtet: Ein Angehöriger der uigurischen Minderheit in China. ©dpa - Diego Azubel/Archiv

Mit scharfen Worten hat die türkische Regierung von China die Schließung der Umerziehungslager für Uiguren in der westlichen Provinz Xinjiang verlangt. Die Zwangsinternierung der muslimischen Minderheit sei eine «Schande für die Menschheit».


«Es ist kein Geheimnis mehr, dass mehr als eine Million Uiguren willkürlich festgenommen wurden, dass sie in Gefängnissen und Konzentrationslagern gefoltert und politischer Gehirnwäsche unterzogen werden.», so Außenministeriumssprecher Hami Aksoy weiter.
Die Uiguren sind ein muslimisches Turkvolk, das in dem ehemaligen Ostturkestan beheimatet ist. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking verleibten die Kommunisten die Region der Volksrepublik ein. Heute gilt sie wegen der Spannungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen als Konfliktherd. Die Uiguren beklagen gewaltsame Unterdrückung, während ihnen die Chinesen Separatismus vorwerfen.
Lange hatte Chinas Führung die Existenz von Umerziehungslagern für Muslime in Xinjiang bestritten, im Oktober wurden sie dann per Gesetz nachträglich legalisiert. Damit ist die Inhaftierung Verdächtiger ohne Gerichtsverfahren erlaubt sowie «ideologische Erziehung gegen Extremismus, psychologische Behandlung und Verhaltenskorrekturen».
Offizielle Zahlen gibt es nicht, unbestätigten Berichten zufolge sollen aber Hunderttausende Angehörige des Turkvolkes in Internierungslagern festsitzen. Peking rechtfertigt sein Vorgehen mit extremistischen Strömungen in Xinjiang und macht die Uiguren für blutige Unruhen und Terroranschläge verantwortlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
  • 18.04.2019
    Ab Samstag
    In Kehl startet am Samstag wieder der beliebte Ostermarkt. Bis zum 28. April warten auf Besucher dort zahlreiche Attraktionen und ein vielfältiges Programm.
  • 17.04.2019
    500 Quadratmeter Fläche
    Der Obi Markt in Offenburg hat seine neue 500 Quadratmeter große »BBQ & Grillwelt« eröffnet – und ist damit die Top-Adresse für Grill-Fans. Kunden erwartet ein konkurrenzlos großes Angebot an Grills und Zubehör von Top-Marken. In den kommenden Wochen gibt es dazu ein sehenswertes Showprogramm.
  • 08.04.2019
    Was ist wichtig bei der Planung der perfekten Traumküche? Hier sind die 10 wichtigsten Fragen und Antworten!
  • 01.04.2019
    Lahr
    Wer auf der Suche nach einem Suzuki-Neuwagen oder einem Gebrauchten ist und gleichzeitig eine vertrauensvolle, persönliche Beratung möchte, dem kann geholfen werden: Das Suzuki-Autohaus Baral in Lahr ist genau die richtige Adresse für jegliches Anliegen rund um Suzuki. 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

vor 17 Stunden
Nachrichten
Die Spritpreise sind vor Ostern leicht gestiegen. Laut aktueller ADAC-Auswertung müssen Autofahrer für einen Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,45 Euro bezahlen, gut zwei Cent mehr als vor einer Woche. Diesel verteuerte sich um ein Cent auf 1,28 Euro.
Auch in der Ortenau bevorzugen viele Eltern Schulen, in der individuelles Lernen möglich ist. In der so genannten Freiarbeit beschäftigt sich diese Schülerin einer Montessori-Grundschule mit geometrischen Figuren.
vor 21 Stunden
Thema des Tages
Rund neun Prozent aller Schüler besuchen eine Privatschule. Tendenz steigend. Und das, obwohl die Gesamtzahl aller Schulen sinkt. Auch in der Ortenau sind Privatschulen beliebt. Warum entscheiden sich immer mehr Eltern gegen das öffentliche Bildungssystem?    
vor 21 Stunden
Kommentar des Tages
Russland-Sonderermittler Robert Mueller will eine Bewertung seines Berichts dem US-Kongress überlassen. Unter dem Strich bedeuten die Reaktionen auf die Ermittlungen, dass die Schlammschlacht um die Deutungshoheit über den Bericht bis ins Wahljahr anhalten wird.
Medienvertreter stehen vor dem Haus in Perris, in dem das Ehepaar Turpin seine Kinder gefangengehalten hatte.
19.04.2019
Riverside
Ein kalifornisches Ehepaar, das seine Kinder unter grausamen Bedingungen gefangengehalten hat, ist zu mindestens 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und sein Herausforderer Wolodymyr Selenskyj (r) debattieren im Olympiastadion von Kiew.
19.04.2019
Kiew
Vor der Stichwahl um das Präsidentenamt in der Ukraine haben sich die beiden Kandidaten eine hitzige Debatte vor Tausenden Menschen im Olympiastadion in Kiew geliefert.
Arbeiter bereiten eine Statue auf einem Dach von Notre-Dame auf die Demontage durch einen Kran vor.
19.04.2019
Paris
Ein «großer Regenschirm» soll die beschädigte Pariser Kathedrale Notre-Dame vor Wasser schützen. Dabei handele es sich um eine gewaltige Plane, die über dem Bauwerk angebracht werde, sagte die Präsidentin der Architektenvereinigung für historische Gebäude, Charlotte Hubert, dem Sender BFM TV.
Fahndungsfotos des damals im Zusammenhang mit dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz gesuchten Tunesiers Anis Amri.
19.04.2019
Berlin
Ein Komplize des Weihnachtsmarkt-Attentäters Anis Amri soll in Kontakt zum Drahtzieher der Pariser Terroranschläge vom November 2015 gestanden haben.
«Das ist das Ende meiner Präsidentschaft. Ich bin erledigt»: Donald Trump.
19.04.2019
Washington
In dem Moment, in dem Donald Trump davon erfuhr, dass das Justizministerium einen Sonderermittler eingesetzt hat, um die Russland-Affäre zu untersuchen, soll der US-Präsident auf bemerkenswerte Weise reagiert haben.
19.04.2019
Meinungen
Immer mehr Eltern schicken ihre Kinder auf eine Privatschule. Ist das wirklich notwendig? In dieser Frage vertreten zwei Redakteure eine unterschiedliche Position.
Am Karfreitag stauten sich die Autos vor dem Gotthardtunnel in der Schweiz auf bis zu 14 Kilometern.
19.04.2019
Baden-Württemberg
Staus und stockender Verkehr haben zu Beginn des langen Osterwochenendes manchem Autofahrer die Nerven geraubt. Laut Übersicht des Automobilclubs ADAC gab es an Gründonnerstag und Karfreitag auf vielen Autobahnen Probleme.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze Anfang April in Berlin.
19.04.2019
Berlin
Die Debatte über einen CO2-Preis für mehr Klimaschutz nimmt Fahrt auf. Auch Umweltministerin Svenja Schulze befürwortet den Vorschlag, den Ausstoß von Kohlendioxid mit einer Steuer zu belegen.
19.04.2019
Nachrichten
Die katholische und die evangelische Kirche in Baden-Württemberg rechnen wegen sinkender Mitgliederzahlen mit einem Rückgang der Einnahmen aus der Kirchensteuer. Bei künftigen Finanzplanungen werde dies berücksichtigt, sagten Sprecher der katholischen Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Erzdiözese...