Hannover

Umfrage: Ständige Erreichbarkeit setzt Eltern unter Stress

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
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10. Dezember 2019
Das Gefühl, ständig erreichbar zu sein, setzt viele Eltern unter Stress.

Das Gefühl, ständig erreichbar zu sein, setzt viele Eltern unter Stress. ©dpa - Patrick Pleul/zb/dpa

Fast 40 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern fühlen sich gestresst. Die Gründe sind unterschiedlich. Einer davon ist das Gefühl, ständig erreichbar sein zu müssen. Das hat teils schwerwiegende Folgen.

Fast 40 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern fühlen sich sehr häufig oder häufig gestresst. Das geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hervor. Als Stressauslöser nannten die befragten Mütter und Väter zu jeweils 30 Prozent Konflikte/Probleme in der Familie sowie die Arbeitsbelastung im Haushalt. Gut jeden Vierten (27 Prozent) setzt das Gefühl unter Druck, ständig erreichbar sein zu müssen oder zu wollen. Dies kann für das berufliche E-Mail-Postfach ebenso gelten wie für private WhatsApp-Gruppen.

Im Dauerstress

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Der Dauerstress habe bei der überwiegenden Mehrheit Erschöpfung und Burn-out zur Folge, teilte die KKH mit. Auswirkungen seien auch Nervosität, Gereiztheit, Schlafstörungen sowie Kopf-, Rücken- und Magenschmerzen. 31 Prozent der stark gestressten Mütter und Väter sagten, dass sie wegen des hohen Drucks schon einmal niedergeschlagen beziehungsweise sogar depressiv waren.

Ein besserer Umgang mit Stress kann in einer Kur gelernt werden. Im vergangenen Jahr haben rund 48.000 Mütter allein an Kuren des Müttergenesungswerks teilgenommen. Die dauerhafte Stressbelastung in Beruf, Haushalt und Familie mache Mütter krank, teilte die Stiftung vor kurzem mit. Auch Väter seien sehr belastet. Notwendig sei ein gesetzlicher Anspruch auf Kurberatung für Eltern. Die bestehenden Angebote bei den Wohlfahrtsverbänden seien stark nachgefragt.

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