Berlin/Straßburg

Wikipedia ruft zum Protest gegen Urheberrechts-Reform auf

Autor: 
dpa
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
11. September 2018
Vorschaltseite der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia, die zum Protest gegen die geplante Reform des europäischen Urheberrechts aufruft.

Vorschaltseite der freien Internet-Enzyklopädie Wikipedia, die zum Protest gegen die geplante Reform des europäischen Urheberrechts aufruft. ©dpa - Wikipedia

Die deutschsprachige Wikipedia ist in dieser Woche nicht wie gewohnt erreichbar. Die freie Internet-Enzyklopädie ruft stattdessen bei der Suche auf einer Vorschalt-Seite zum Protest gegen die geplante Reform des europäischen Urheberrechts auf.

«Es braucht jetzt ein zeitgemäßes Urheberrecht», heißt es dort. Im Fokus der Kritik stehen vor allem sogenannte Upload-Filter wie auch das geplante europaweite Leistungsschutzrecht für Presseverleger. Beide bergen «Risiken für freies Wissen und Austausch im Netz», kritisiert die Wikimedia Foundation.

Das Europaparlament diskutiert an diesem Dienstag die Reformpläne, am Mittwoch wollen die Parlamentarier darüber abstimmen. Die umstrittenen Upload-Filter sollen sicherstellen, dass Online-Plattformen wie Youtube, aber auch Wikipedia, schon während des Hochladens der Inhalte diese auf Urheberrechtsverstöße prüfen müssen.

- Anzeige -

Die Änderungen würden «festlegen, wie wir im Digitalen Zeitalter online kommunizieren und Wissen teilen werden», so die Wikimedia Foundation. Mit der Aktion wollen sich die Autorinnen und Autoren der deutschsprachigen Wikipedia gegen einen Reformvorstoß wehren, der aus Sicht der Wikimedia Foundation «einen allzuweit gehenden Eingriff der Politik in die Haftungsregeln des Netzes darstellt».

Auch Mozilla warnte nochmals vor der umstrittenen Reform. «Dieser verhängnisvolle Vorschlag würde ein Ende offener Plattformen bedeuten, auf denen kreative Inhalte entstehen», teilte der Betreiber des Browsers Firefox mit. Vor allem würde die Dominanz einer kleinen Gruppe von bereits mächtigen Tech-Konzernen nur noch weiter gefestigt werden, schreibt Mozilla-Rechstexpertin Raegan MacDonald in einem Blog-Beitrag.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Nachrichten

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist der Journalist durch eine provisorische Hängebrücke gebrochen.
15 Meter in die Tiefe
vor 7 Stunden
Während des Großeinsatzes im Braunkohlerevier Hambacher Forst hat es einen tödlichen Unfall gegeben: Ein Journalist stürzte rund 15 Meter in die Tiefe. Die Polizei betont: Der Polizeieinsatz habe nicht zu dem Unglück geführt.
Blumen und Kerzen erinnern in Chemnitz an der getöteten 35-Jährigen.
Dresden/Chemnitz
vor 8 Stunden
Rund drei Wochen nach der Tötung eines 35-jährigen Deutschen in Chemnitz wird nach Angaben der Ermittler intensiv nach einem dritten Tatverdächtigen gefahndet.
US-Präsident Donald Trump (r) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un während ihres ersten Spitzentreffens in Singapur.
Pjöngjang
vor 10 Stunden
Ernst, fast angespannt schreitet Moon Jae In auf dem mit Marmorsäulen geschmückten Flur im Paekhwawon Staatsgästehaus in Pjöngjang entlang.
Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kommt am 28. und 29. September nach Deutschland.
Staatsbesuchs in DeutschlandDüsseldorf
vor 10 Stunden
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird nicht zusammen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan die neue Kölner Zentralmoschee besuchen. Das teilte die Staatskanzlei in Düsseldorf mit.
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe.
Karlsruhe
vor 12 Stunden
Die aktuellen Einwohnerzahlen der Städte und Gemeinden sind mit verfassungsgemäßen Methoden bestimmt worden. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe am Mittwoch nach Klagen der Stadtstaaten Berlin und Hamburg gegen den Zensus 2011.
Migranten an Deck des italienischen Küstenwachschiffs «Diciotti».
Salzburg
vor 12 Stunden
Migration, immer wieder Migration. Das Thema hatte die EU den ganzen Sommer im Griff. Und bestimmt auch den Gipfel der 28 Staats- und Regierungschefs am Mittwoch und Donnerstag in Salzburg.
Thomas Seitz ist Bundestagsabgeordneter der AfD für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr.
»Quotenneger«, »Gesinnungsjustiz«.
vor 12 Stunden
Der Bundestagsabgeordnete der AfD für den Wahlkreis Emmendingen-Lahr, Thomas Seitz, verliert seinen Beamtenstatus. Zu diesem Urteil kam das Richterdienstgericht in Karlsruhe. Seitz nutzte im Zuge von Wahlkämpfen 2015 und 2017 unter anderem Begriffe wie »Quotenneger« und »Gesinnungsjustiz«.
Südkoreas Präsident Moon Jae In (l) und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un fahren durch Pjöngjang.
Pjöngjang
vor 13 Stunden
Auf dem Gipfel zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gab es am Mittwoch in Pjöngjang eine Reihe von Vereinbarungen und Absichtserklärungen:
Hochwasser in Fayetteville im US-Bundestaat North Carolina.
Nachrichten
vor 13 Stunden
Charlotte (dpa) «Florence» und die Folgen: Mehrere Tage nach Durchzug des Wirbelsturms machen die Verwüstungen den betroffenen Regionen in den Südoststaaten der USA schwer zu schaffen.
IBM will das Vertrauen in KI-Systeme stärken.
Berlin
vor 14 Stunden
IBM will mit einem neuen Software-Werkzeug mehr Transparenz in Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) bringen und damit das Vertrauen in solche Lösungen stärken.
Oftmals kommt es in den Bergen und den Wäldern zu Problemen zwischen Fahrradfahrern und Wanderern.
Bad Hindelang
vor 14 Stunden
Mit einem Modellprojekt in zwei Alpenregionen sollen Konzepte für die Lösung von Konflikten zwischen Bergsteigern, Mountainbikern und Landwirten gesucht werden.
Moon Jae In und Kim Jong Un geben sich nach der Unterzeichnung der Dokumente die Hand.
Pjöngjang
vor 15 Stunden
In das Ringen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas kommt Bewegung.