Geiger

Geiger heißen in Deutschland etwa 28 600 Personen. Der Name ist südlich des Mains überall verbreitet und geht auf den Spielmann zurück, der an Festen, auf Jahrmärkten usw. die Geige spielte. Als die Familiennamen vor etwa 600 bis 800 Jahren entstanden sind, gab es das Wort Geige nur in Süddeutschland. Es ist hier im 12. Jahrhundert als scherzhaftes Wort Giige für ein »gieksendes« Instrument entstanden.  Nördlich des Mains war das Wort damals noch unbekannt, das entsprechende Instrument hieß dort Fiedel, und daher heißen die Nachkommen von Spielleuten nördlich des Mains Fiedler (35 500 Personen). In Kehl, Offenburg, Gengenbach, Friesenheim und Lahr finden sich daher viele Geiger, aber nur sehr wenige Fiedler.