Kerberloh

Über 50 Prozent aller Familiennamen in Deutschland sind nur in einem oder zwei Telefonanschlüssen (Stand 2005) registriert. Dazu zählt Kerberloh (zwei Telefonanschlüsse). Vermutlich ist es ein Übername aus dem Beruf des Lohgerbers. Dieser arbeitet mit Gerberlohe, die aus Eichen-oder Fichtenrinde gewonnen wurde. Es ist möglich, dass Hersteller solcher Lohe den Übernamen Gerberloh erhielten. Da in manchen Dialekten G und K wechseln können, könnte daraus Kerberloh geworden sein. Loh ist auch ein altes Wort für Wald. So wäre auch »der am Gerberloh wohnt« denkbar, ein Wald, aus dem man die Gerberrinde holte oder der einem Gerber gehörte.