Kienzler, Kienzle, Künzle

Wie Heinrich zu Heinz verkürzt werden konnte, so auch Konrad (früher Kuonrad) zu Kunz. Mit der zärtlichen alemannischen Endung -le wird daraus Künzle (rund 160 Personen, Südwestdeutschland). In manchen Regionen, wo im Dialekt ü zu i(e) entrundet wird, gilt dafür dann Kienzle (3400, Württemberg). Um nun einen gleichnamigen Junior vom Senior unterscheiden zu können, bekam der Junior oft ein –er angehängt und wurde zum Künzler (1290, Pfalz, Nordbaden), Kinzler (850, Raum Aalen - Heidenheim) oder Kienzler (2100, Raum Schonach - Villingen-Schwennigen). In Mittelbaden mischen sich fast all diese Formen.