Klatt(e)

Die rund 10 460 Klatte sind in Norddeutschland, besonders in Niedersachsen beheimatet, und die 1900 Klatt besonders in Nordostdeutschland. Vor 1945 waren beide Namen auch östlich von Oder und Neiße häufig, und von dort hat es viele nach dem Zweiten Weltkrieg nach Süddeutschland verschlagen. Der Name kommt entweder von mittelniederdeutsch klatt »Fetzen, Lumpen« und wäre dann Übername für arme Menschen. Oder er bezeichnet eine Person mit strubbeligem Haar. Im schlesischen Dialekt ist Klatte auch die Klette, dann wäre es ein Übername für einen aufdringlichen Menschen.