Kuderer

Von den bundesweit rund 290 Kuderer wohnen die meisten in Durbach und Umgebung. Schon 1277 ist in Straßburg ein Richter namens Burkard Kuderer bezeugt. Alemannisch »Kuder« ist der Abfall beim Hecheln von Flachs. Der Kuderer ist also jemand, der ihn verarbeitet oder damit gehandelt hat. In Württemberg und Südbaden findet sich auch die Familiennamenform Kuder (820; auch im elsässischen Sundgau und in der Nordschweiz), in Württemberg auch die Form Kauderer (490). Dagegen ist der Name Kauder (610) über ganz Deutschland verstreut und wahrscheinlich ein Berufsname zu mittelhochdeutsch kuderen »Zwischenhandel treiben«.