Laubis

Etwa 950 Laubis wohnen zwischen Karlsruhe und Radolfzell. Edmund Nied erklärte 1924 den Namen als Nachkomme eines Mannes mit Rufnamen Laubhart. Das Badische Wörterbuch leitet ihn als Genitiv vom Namen Laubi ab, doch ist das eher ein Tiername. Bei beiden Deutungen macht das »S« Probleme, weil in der Region ein Genitiv-S bei Familiennamen nicht üblich ist. Eher beruht der Name auf einem Werkzeug des Winzers, dem Laubeisen (alemannisch -isen), und meint jemanden, der damit hantiert. Die Verkürzung von -(e)isen zu -is findet sich auch bei den Familiennamen Gerteisen, Gerteis, Gertis.