Niedrige Impfquote

Corona-Ausbruch in Rastatter Pflegeheim: 25 Bewohner positiv

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red/dk
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28. Dezember 2021
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Im Pflegeheim "Haus Paulus" in Rastatt sind 25 Bewohner mit Corona infiziert, einer ist verstorben. Die Impfquote in dem Heim ist laut Landratsamt Rastatt überraschend niedrig.

Im Pflegeheim "Haus Paulus" in Rastatt sind 25 Bewohner mit Corona infiziert, einer ist verstorben. Die Impfquote in dem Heim ist laut Landratsamt Rastatt überraschend niedrig. ©Symbolfoto: Tom Weller

Zu einem größeren Corona-Ausbruch ist es in einem Seniorenheim in Rastatt gekommen. 25 Bewohner und acht Mitarbeiter des Pflegeheims "Haus Paulus" wurden positiv getestet, teilt das Landratsamt Rastatt mit. Die Impfquote in dem Heim sei überraschend niedrig.

Ein größerer Corona-Ausbruch im Pflegeheim "Haus Paulus" beschäftigt derzeit das Landratsamt Rastatt, wie aus einer Mitteilung der Behörde hervorgeht. Demnach haben sich dort acht Bedienstete und 25 Bewohner mit dem Coronavirus infiziert. Fünf Bewohner befinden sich derzeit im Krankenhaus, eine Person ist zwischenzeitlich verstorben. Ein Nachweis auf die Omikron-Variante konnte bisher nicht erbracht werden.

"Mangelhafte pflegerische Versorgung"

Aufgrund des Infektionsgeschehens unter den Bediensteten drohte am Wochenende – trotz entgegenlautender Aussagen des Trägers vor den Weihnachtsfeiertagen – laut dem Landratsamt Rastatt eine mangelhafte pflegerische Versorgung in einem stark betroffenen Wohnbereich.

Der Träger und die Kreisbehörde seien in den vergangenen Tagen daher im intensiven Austausch gestanden. "Der Träger war bislang nicht in der Lage, das ausfallende Personal durch Mobilisierung zusätzlicher Kräfte von außen kurzfristig zu kompensieren", heißt es in der Pressemitteilung.

Personeller Engpass: THW hilft aus

Nach Vermittlung des Landratsamts unterstütze das THW seit Montag mit Personal bei einfachen unterstützenden Tätigkeiten – pflegerische Tätigkeiten sind hiervon ausgenommen. Dieser Einsatz ist derzeit bis Ende dieser Woche geplant. Für den Fall, dass in den nächsten Tagen weiterhin keine ausreichenden personellen Kapazitäten durch den Träger sichergestellt werden können und die Bundeswehr benötigt wird, stünden das Landratsamt und der dort angesiedelte Krisenstab mit dem Kreisverbindungskommando der Truppe in engem Austausch.

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Notbetreuung sichergestellt

Mangels ausreichender personeller Alternativen des Trägers und der bestehenden Personalnot hat das Gesundheitsamt Rastatt zudem in enger Abstimmung mit der Stadt Rastatt als zuständiger Ortspolizeibehörde kurzfristig eine Notbetreuung sicherstellen können, teilt das Landratsamt weiter mit.

Die Impfquote im "Haus Paulus" ist laut Kreisbehörde überraschend niedrig. Es wurden dem Träger daher nochmals kurzfristige Impfangebote über die mobilen Impfteams des Landkreises Rastatt für die nicht betroffenen Pflegebereiche angeboten.

Krisenstab-Leiter ruft zum Impfen auf

Sébastien Oser, Leiter des Corona-Krisenstabs im Landratsamt, appelliert in diesem Zusammenhang an alle Verantwortlichen, die „Impfangebote des Landkreises insbesondere für Auffrischimpfungen (Boosterimpfungen) zu nutzen, um sich bestmöglich vor schweren Krankheitsverläufen im Falle einer Infektion zu schützen“.

Landratsamt erwartet weitere Infektionen in dem Heim

Das Landratsamt geht davon aus, dass die Spitze des Infektionsgeschehens in dem Pflegeheim noch nicht erreicht ist und rechnet mit weiteren Infektionen in den kommenden Tagen. Weiter betont es, dass grundsätzlich keine Besuchsverbote bei gesunden Bewohnern des Hauses bestehen und eine Sterbebegleitung durch Angehörige auch bei infizierten Bewohnern zur Sicherstellung eines würdevollen Todes immer möglich sei.

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