Coronavirus in Baden-Württemberg
Dossier: 

Doppelt so viele Neuinfektionen wie vor einer Woche

Autor: 
Jan Georg Plavec
Lesezeit 2 Minuten
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19. August 2020
In der Reisezeit steigt die Zahl der aus dem Ausland mitgebrachten Corona-Infektionen – ebenso wie die Werte in Baden-Württemberg.

In der Reisezeit steigt die Zahl der aus dem Ausland mitgebrachten Corona-Infektionen – ebenso wie die Werte in Baden-Württemberg. ©Foto: dpa/Robert Michael

Die Zahl der in Baden-Württemberg registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Und es spricht vieles dafür, dass die Werte weiter steigen.

In Baden-Württemberg ist in der vergangenen Woche ein starker Anstieg an registrierten Corona-Infektionen verzeichnet worden. Laut aktuellen Daten des Landesgesundheitsamts von Dienstagabend haben sich in der zurückliegenden Woche jeden Tag 142 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Am Dienstag vor einer Woche lag der Wert noch bei 65, also nicht einmal halb so hoch.

Damit hat sich die Zahl der festgestellten Infektionen binnen einer Woche verdoppelt. Wie deutlich der Anstieg auch im Vergleich zur Entwicklung der Wochen davor ausfällt, zeigt das folgende Diagramm:

 

 

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Warum steigen die Zahlen so stark? Schließlich ist Baden-Württemberg bislang besser durch den Corona-Sommer gekommen als andere Länder. Es spricht vieles dafür, dass sich nun auch im Südwesten die ferienbedingte Dynamik entfaltet, die anderswo längst zu ähnlichen Steigerungsraten bei den Fallzahlen geführt hat.

Mögliche Ursache: Ferien und Tests

Wer beispielsweise gleich zu Ferienbeginn für eine Woche verreist ist und sich im Urlaub angesteckt hat, taucht nicht sofort in der Statistik auf. Dafür muss er oder sie zunächst getestet werden. Bis das eventuell positive Testergebnis in die Fallzahlen des Landesgesundheitsamts eingeht, können gut und gerne weitere zehn Tage vergehen. Somit tauchen derzeit vermutlich die ersten infizierten Sommerurlauber in der baden-württembergischen Corona-Statistik auf.

Der Anteil von Infizierten, die sich im Ausland angesteckt haben, liegt deutschlandweit derzeit bei vierzig Prozent. Länder, in denen die Schule wieder begonnen hat und ein großer Teil der Urlauber wieder zurückgekehrt ist, verzeichnen seit Wochen wesentlich stärker steigende Fallzahlen. Zudem werden vor allem Reisende derzeit verstärkt getestet, teils auch zwangsweise. Das führt dazu, dass auch Infektionen erkannt werden, bei denen die Infizierten nicht unter coronatypischen Symptomen wie Husten, Fieber oder Geschmacksverlust leiden. Diese Personen hätten sich auch im Einklang mit der Teststrategie des Landes bislang vermutlich nicht testen lassen, ihre Infektion wäre also möglicherweise unerkannt geblieben.

Somit sind auch für Baden-Württemberg, das sich noch mitten in den Sommerferien befindet, weiter steigende Infiziertenzahlen zu erwarten.

 

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